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Moment mal: Das ist gelebte und echte Gastfreundschaft - In Jesteburg sind Flüchtlinge willkommen

Der Libanese Hassan Prahem zeigt Ennis das Trommeln
Sonntagmorgen auf Platz „1“ in Jesteburg. Da ist richtig was los! Und dabei spielt noch nicht einmal die Liga-Mannschaft, sondern die kleinen Kicker der U6 des VfL Jesteburg. Sie haben den TV Welle zu Gast. Dennoch wimmelt es auf der Anlage „Am Alten Moor“ nur so von Menschen. Gleich neben den Fußball-Zwergen spielen Flüchtlinge gemeinsam mit Jesteburgern Fußball. Sprachprobleme? Die gibt es beim Kicken nicht. Dass alle Spaß haben, sieht man an den glücklichen Gesichtern.
Glücklich sind nach ihrem Spiel auch die kleinen Kicker des TV Welle. Sie stürmen zu Hassan Prahem. Der 24-Jährige floh aus dem Libanon nach Deutschland. Er wohnt derzeit im Hotel Niedersachsen. Was er am meisten vermisst? Seine Freunde. Er ist Berufsmusiker, spielte in einer Band. Sonntags steht Prahem jetzt allein auf der „Naturbühne“ und schlägt rhythmisch auf seine Trommel.
„Hier ist die Akustik gut“, sagt der freundliche Mann in gebrochenem Englisch. Sein Wissen gibt Prahem an diesem Sonntag an die kleinen Fußballer weiter. Jeder, der gern wollte, durfte ein paar Minuten trommeln.
Das Trommeln, die Fußballer - wäre es nicht so kalt gewesen, ich hätte geglaubt, ich wäre im Urlaub. Doch da sind die traurigen Augen des jungen Libanesen. Prahem macht in Jesteburg keinen Urlaub, sondern sucht dort Schutz und Hoffnung. Man kann vieles an Jesteburg kritisieren. Aber in puncto ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge ist das kleine Dorf in der Nordheide vorbildlich! Danke für diese herzliche Willkommenskultur.
Sascha Mummenhoff