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"Nicht immer nach Hamburg!"

Simon Hagmann ist seit Oktober verantwortlich für den Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung beim Verein Naturparkregion Lüneburger Heide
 

Auf Simon Hagmann (32) wartet eine spannende Aufgabe. Der Hamburger, dessen Stelle auf drei Jahre befristet ist und sowohl aus EU-Mitteln, als auch vom Verein Naturparkregion Lüneburger Heide finanziert wird, soll Projekte aus dem Bildungsbereich Landkreis übergreifend koordinieren. „Ich möchte aber auch dabei helfen, neue Konzepte zu entwickeln“, so der Hamburger.

(mum). "Wenn Lehrer aus dem Landkreis Harburg mit ihren Schülern etwas in puncto Natur und Umwelt machen wollen, dann fahren sie häufig nach Hamburg - gern zu Hagenbecks Tierpark", sagt Simon Hagmann (32). "Das kann ich nicht nachvollziehen, denn direkt vor der Tür gib es so viele spannende und beeindruckende Angebote für Kinder, Jugendliche - und auch für Erwachsene." Doch viele dieser Ausflugsziele seien zu wenig bekannt. Und genau hier kommt Hagmann ins Spiel. Der gebürtige Freiburger ist seit Oktober vorigen Jahres Projektleiter Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Seine vorerst auf drei Jahre befristete Stelle wird aus EU-Mitteln und vom Verein Naturparkregion Lüneburger Heide finanziert.
Auf Hagmann wartet eine spannende Aufgabe. Er soll Projekte mit Partnern aus dem Bildungsbereich in der gesamten Naturparkregion initiieren, koordinieren und betreuen. "Außerdem möchte ich Bildungsangebote nach innen und außen bekannter machen und sie stärker vernetzen", so Hagmann, der sich als Anlaufstelle für Vereine, Schulen, Stiftungen und Privatpersonen sieht, die spannende Ideen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung realisieren möchten. Ein gutes Beispiel für Hagmanns künftiges Betätigungsfeld ist das Naturpark-Schulen-Programm. "Ich organisiere Exkursionen zu außerschulischen Lernorten und organisiere Gelder", so der 32-Jährige. Seit seinem Dienstantritt im Oktober hat sich Hagmann mit vielen Lehrern getroffen und versucht, sie vom Konzept zu überzeugen. "Manche Lehrer, die wie ich in Hamburg wohnen, wissen gar nicht, was es hier alles gibt."
Dass Hagmann nicht aus der Region stammt, sieht er nicht als Nachteil. "Ich lerne hier alles mit einem unvoreingenommen Blick kennen und freue mich darauf, viele spannende Menschen zu treffen."
Hagmann wuchs in Heidelberg auf. Seinen Zivildienst leistete der Vater eines einjährigen Sohnes in Chile und Bolivien. Danach studierte er Literatur- und Politikwissenschaft in Hamburg. Nach dem Studium arbeitete Hagmann als Projektmanager in der Digitalwirtschaft. Dann studierte er Umweltwissenschaft und Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg. Es folgte das Masterstudium der Nachhaltigkeitswissenschaften mit Schwerpunkt Bildung. "Eine akademische Karriere kam für mich aber nicht in Frage, weil ich kein Interesse am 'Elfenbeinturm' Wissenschaft habe", so Hagmann, der sich für Klimaforschung interessiert. "Ich sehe eine nachhaltige Entwicklung als zwingend notwendig an. Lehne aber jede Dogmatik ab und glaube, dass man sich Sorgen und Einwände anhören muss."
Hagmann ist naturbegeistert. Er war viele Jahre Pfadfinder und wandert bei jeder Gelegenheit. "Besonders interessiert bin ich an lokalen Kulturen und Gebräuchen. Das gilt für das Ausland ebenso wie für Deutschland." Er beschreibt sich selbst als "lustige Mischung aus Bücherwurm und Amateurfußballer, der gern fotografiert". Hagmann mag Musik zum Feierabend - von spanischer Barock-Gitarre über die Rolling Stones bis hin zu elektronischen Klängen. "Hauptsache, es steckt Leidenschaft und Können dahinter."
• Das Büro von Simon Hagmann befindet sich beim Landkreis Harburg (Schlossplatz 4, in Winsen). Er ist telefonisch unter der Rufnummer 04171 - 6939786 oder via E-Mail an simon.hagmann@naturpark-lueneburger-heide.de zu erreichen.