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Sambia-Förderverein: 20 Jahre vorbildliches Engagagement

Wann? 28.09.2013 20:00 Uhr

Wo? Makens-Huus, Poststraße 4, 21227 Bendestorf DE
Die Sambia-Hilfe besteht seit 20 Jahren
 
Der Jesteburger Arzt Werner Huber hat den Sambia-Förderverein ins Leben gerufen (Foto: oh)
Bendestorf: Makens-Huus | mum. Jesteburg/Bendestorf. Er ist in den armen Ländern der Welt zu Hause - Werner Huber. In Sambia, Tansania, Peru, im Sudan und in der Ukraine hilft er, wo Hilfe benötigt wird. Der Arzt aus Jesteburg gründete 1993 den Sambia-Förderverein. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereines ist Huber am Samstag, 28. September, zu Gast im „Makens Huus“ (Poststraße 4) in Bendestorf. Auf Einladung des Bendestorfer Verkehrsvereins hält der Arzt den Vortrag „Sambia - ein kleines Land in Afrika“. Begleitet wird Huber von einer afrikanischen Trommel-Gruppe sowie einem Tänzer, der seine traditionelle Landestracht präsentieren wird. Der Eintritt kostet fünf Euro.
In den vergangenen Jahren ist es Huber gelungen, zahlreiche Projekte zu realisieren. „Bis heute arbeiten wir ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern“, sagt er. „Deshalb machen die Verwaltungskosten höchstens ein Prozent aus.“
Eines der wichtigsten Projekte des Sambia-Fördervereins ist die Unterstützung des 2009 eröffneten Kinderdorfs für AIDS-Waisen „Fountain Gate“. Dort wohnen zurzeit 60 Jungen und Mädchen in familienähnlichen Gemeinschaften. Eine Schule befindet sich auf dem Gelände. „Wir vermitteln Patenschaften“, sagt Huber. Bereits für 36 Euro monatlich könne man einem Kind eine Perspektive schenken. „Gerade haben wir einen Traktor für das Kinderdorf bestellt“, erzählt Huber. Die Landwirtschaft sei nicht nur wichtig, um Lebensmittel zu produzieren. „Die Kinder lernen die Landwirtschaft kennen und bekommen damit das Rüstzeug für eine spätere Berufstätigkeit.“
Besonders glücklich ist Huber, dass Ende August ein Container mit vielen Hilfsgütern in Lusaka angekommen ist. „Fünf Monate war er unterwegs“, so der Jesteburger Arzt. Unter anderem befand sich eine komplette Gastronomieküche für das Kinderdorf im Container. Außerdem 200 Kilo Operationsmaterial für die Knochenbruchbehandlung.
Zuletzt hatte Huber im Herbst vorigen Jahres um Unterstützung für das Projekt „Hunger-Paten“ geworben. „Gemeinsam mit unserem sambischen Partner Chreso Ministries behandeln wir in Sambia mehr als 20.000 AIDS-Kranke“, so Huber. Etwa 20 Prozent dieser Kranken würden gleichzeitig an Tuberkulose leiden. „Sie bekommen alle nötigen Medikamente kostenfrei.“ Um wieder zu Kräften zu kommen, müssten sie sich auch ausreichend ernähren. Aber: Das Geld reiche nicht für eine ausgewogene Ernährung. „Die meisten Kranken essen nur einmal täglich und dann auch nur sehr einseitig“, berichtet Huber. „Vergeblich haben wir versucht, Spender für eine Ernährungshilfe zu finden“, beschreibt der Arzt sein Engagement. „Wenn AIDS-Kranke genug zu Essen bekommen, schlagen die Medikamente nahezu bei allen an.“
„Aus diesem Grund haben wir im Dezember begonnen, ‚Hunger-Paten‘ zu suchen, die die Zusatzernährung der am schlimmsten unterernährten AIDS-Patienten finanzieren“, so Huber. Für fünf Euro im Monat erhalte ein Patient eine regelmäßige Zusatzkost aus Sojamehl, Erdnüssen und Trockenfischen. Die Kost sei so bemessen, dass die Hungernden einen körperlichen Zustand erreichen, in dem sie eine deutlich bessere Chance haben, gesund zu werden.
Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.sambia-foerderverein.de.

Ein Mann mit großem Herz:
(mum). Die Liebe zu Sambia liegt bei Werner Huber in der Familie. Der Bruder seiner Frau Hannelore ist Missionar in dem afrikanischen Land. „So kam es überhaupt zur Gründung des Vereins“, sagt Huber. Der überzeugte Christ, der in Jesteburg und Bendestorf als Hausarzt tätig ist, arbeitet zudem für die Hilfsorganisationen AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende) und den Nehemia Christenhilfsdienst. Seine Aufgabe: „Ich organisiere und begleite Projekte in Entwicklungsländern und beantrage öffentliche Zuschüsse.“ Huber gründete zudem den Verein: „Millennium Goals Achievement“, der sich für die Verwirklichung der Millennium- Entwicklungsziele der UNO einsetzt.
Auch in Norddeutschland setzt sich Huber aktiv ein. So leitet er ehrenamtlich das Sozialwerk „Help“ der Friedenskirche Buchholz.

Mehr Informationen gibt es im Internet unterwww.sambia-foerderverein.de.