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Sie helfen bei der Integration

Neue Mitarbeiter für die Diakonie (v. li.): Nicole Hauff, Ilona Weseloh und Niels Hartermann (Foto: Wöhling)

Kirchenkreise Hittfeld und Winsen setzen neue Berater für Flüchtlinge ein.

(mum). Das Diakonische Werk der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen hat den Bereich der Migrations- und Flüchtlingsberatung personell aufgestockt: Nicole Hauff, Ilona Weseloh und Niels Hartermann helfen Migranten und Flüchtlingen mit und ohne Aufenthaltserlaubnis bei der Integration. "Durch die Vernetzung unserer Stellen in der Diakonie haben Migranten und Flüchtlinge kurze Wege in die angrenzenden Beratungsstellen der Diakonie", sagt Hartermann.

• Nicole Hauff ist Diplom-Sozialpädagogin und berät seit Oktober Migranten mit Aufenthaltserlaubnis im Raum Buchholz und initiiert Integrationsprojekte im Kirchenkreis Hittfeld. Sie unterstützt etwa bei Anträgen zum Familiennachzug, bei der Arbeits- und Wohnungssuche oder bei Fragen zu Kindergartenplätzen. Außer den bereits bestehenden Integrationsprojekten, etwa dem Internationalen Frauentreff, wird Hauff neue Projekte initiieren. "In der Beratung erfahre ich, was die Menschen brauchen, dafür will ich konkrete Projekte anbieten", sagt Nicole Hauff. Sie hatte zuvor den Bereich der Mobilen Familienbildung im Diakonischen Werk aufgebaut.

• Niels Hartermann ist Jurist und berät seit Juli Migranten und Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis in der westlichen Region des Landkreises Harburg: "Der Beratungsbedarf ist gestiegen, weil die Zahl der Menschen mit Aufenthaltstitel steigt. Sie brauchen unsere Unterstützung", sagt Hartermann. Er bietet nach Voranmeldung am Montagnachmittag eine lokale Sprechstunde in Tostedt an, weitere Sprechstunden in Jesteburg, Hollenstedt und Handeloh sind im Aufbau.

• Ilona Weseloh hilft seit Februar Geflüchteten ohne Aufenthaltserlaubnis, die dezentral in Buchholz, Dibbersen, Jesteburg, Hanstedt und Bendestorf untergebracht sind. Sie ist Diplom-Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin und hilft etwa bei der Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung und Asylbewerberleistungen, bei Fragen und Problemen. Zudem koordiniert sie die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen mit Geflüchteten. "Es ist toll, wie engagiert sich Ehrenamtliche für Geflüchtete einsetzen. Vieles können wir ihnen als Hauptamtliche auch abnehmen und sie unterstützen", sagt Weseloh. Sie bietet offene Sprechzeiten an, donnerstags von 14 bis 16 Uhr im Buchholzer Beratungszentrum, dienstags von 15 bis 17 Uhr im Jesteburger Gemeindehaus und nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer 0171 - 57748863.

• Übereinstimmend kritisieren die drei Diakonie-Mitarbeiter, dass es zu wenig Alphabetisierungs- und Deutsch-Kurse für Geflüchtete gibt. "Das ist ein großes Problem, denn ohne diese Kurse ist eine Vermittlung in Praktika oder Ausbildung äußerst schwierig", sagt Hartermann. Ein weiteres Problem ist die große Zahl psychisch belasteter Flüchtlinge. Ab November wird es eine Gruppe für psychisch belastete Flüchtlinge in Jesteburg geben, im Vordergrund steht die Stabilisierung dieser Menschen, nicht die Bearbeitung ihrer Probleme. Zudem plant das Diakonie-Team den Aufbau einer Gruppe Ehrenamtlicher mit Migrationshintergrund, die bereits länger in Deutschland leben und als Multiplikatoren bei der Integration ihrer Landsleute helfen können.