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Stöbern in jeder Menge Geschichte

Bewahren ein Stück Jesteburger Geschichte (v. li.): Jens-Peter, Renate und Jürgen Smutek
 
Ein besonderer Schatz: Jens-Peter Smutek vor dem 200 Jahre alten Puppentheater

Seit 35 Jahren betreibt Familie Smutek im "Sammanns Hus" ein Geschäft für Antiquitäten und Kurioses.

mum. Jesteburg. Dieses Geschäft ist nicht wie jedes andere! Wer "Sammanns Hus" in Jesteburg betritt, sollte Zeit mitbringen. Überall finden sich Schätze - alte und neue. Seit 35 Jahren verstehen es die Eheleute Jürgen und Renate Smutek gemeinsam mit ihrem Sohn Jens-Peter eine Auswahl aus Schönem, Kuriosem und Exotischem für Haus und Garten zusammenzutragen. Auf dem Tisch tickt eine alte Uhr, eine historische Ankleidepuppe steht an der Wand, nostalgisches Spielzeug liegt auf einem antiken Tisch. Hier gibt es viel Interessantes zu entdecken.
Besonders ins Auge fällt ein altes Puppentheater mit Figuren. "Es dürfte 200 Jahre alt sein", schätzt Jürgen Smutek, der das wertvolle Stück aus einem alten Schloss in Dänemark mitbrachte. Eigentlich sollte es verkauft werden. Doch inzwischen hat das Theater seinen festen Platz im Laden und ist unverkäuflich.
Die Smuteks sind aber noch viel mehr als Antiquitäten-Händler. Eine große Auswahl an restaurierten Weichholzmöbeln von Barock bis Jugendstil gehören ebenso zum Sortiment. "Wir fertigen auch Möbel aus neuem oder altem Holz an", sagt Jürgen Smutek, der ganz nebenbei noch eine große Leidenschaft hat. Er malt. Eine Ausstellung seiner Werke ist in Vorbereitung.
Die Entdeckungsreise geht im Garten des historischen Gebäudes weiter: In einem kleinen Innenhof bieten die Smuteks jede Menge Garten-Accessoires an. Unter anderem diverse Buddha-Figuren. Auf einer Steinbank erinnert sich Jürgen Smutek, der vor seinem Umzug nach Jesteburg bei einem Bauunternehmen tätig war, an die vergangenen Jahre: Das große Fachwerkhaus gegenüber des Niedersachsenplatzes wurde 1765 von dem Harburger Amtsvogt Sammann erbaut. "Als wir das Anwesen 1977 kaufen, war es in einem desolaten Zustand", erinnert sich Smutek. Mit viel Liebe, Sachverstand und großem Kostenaufwand hat das Ehepaar daraus ein Schmuckstück gemacht. "Wir haben uns mit dem Haus einen Lebenstraum erfüllt", sagt Renate Smutek. Sie arbeitete früher in der Hamburger Stadtplanung. Seit 1992 werden die Inhaber von Sohn Jens-Peter unterstützt.
Das Ambiente des ehrwürdigen Hauses gefällt nicht nur den Kunden. So manche Filmszene wurde dort gedreht. Unter anderem waren Günter Strack und Hannelore Hoger für Produktionen zu Gast in Jesteburg. Zusätzlich liefert Smutek Requisiten für diverse TV-Projekte. Unter anderem gehören die Macher der ARD-Nachmittagsserie "Rote Rosen" zu den Stammkunden. Smutek fertigte auch den großen goldgerahmten Spiegel des bösen Zauberers Zamrelot für die Jugendserie "4 gegen Z" an. 15 Jahre lang betrieben die Smuteks neben dem Handel mit Antiquitäten ein Restaurant - das "Antik-Café".
Die Zukunft Jesteburgs sieht Jürgen Smutek mit großer Skepsis entgegen? Die Ansiedlung des Famila-Marktes werde das Dorfzentrum schwächen. Schon jetzt gebe es viel Leerstand. Auch den Wochenmarkt sieht Smutek, der einst in der Gemeinde politisch aktiv war, kritisch. "An Wochenmarkt-Tagen geht der Umsatz in manchen Geschäften stark zurück." Besonders betroffen sei der Biomarkt gewesen, der inzwischen dicht gemacht hat.
• Mehr Informationen im Internet unter www.sammanshus.de.