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Straße mit Restmüll saniert

Fundstück im Schotter: eine Gabel (Foto: oh)

Schotterpisten in Asendorf und Marxen sind eine Gefahr für Radfahrer / Gabeln und Plastikmüll gefunden.


mum. Asendorf/Marxen.
Frank Webs traute seinen Augen nicht: Auf zwei in der vorigen Woche neu geschotterten Straßen fand er alte Gabeln, Löffel und andere Metallteile. Sogar Teppich- und Kunststoffreste sowie Elektrokabel waren als „Füllmaterial“ beigemischt worden.
„Das ist eine ökologische Schweinerei“, ist Webs entsetzt. Betroffen sind unter anderem der Sandweg „An der Aue“ zwischen Jesteburg und Marxen sowie der Salemsweg in Asendorf. „Hat hier jemand einfach seinen Restmüll auf Kosten der Gemeindekasse entsorgt?“ fragt Webs.
Beide Maßnahmen habe das Unternehmen Otto Dörner ausgeführt. Das bestätigte Christian Jedamski. Marxens Bürgermeister kam erst am Montag dazu, sich die betroffene Straße anzusehen. „Besteck konnte ich nicht mehr finden“, so Jedamski. „Vielleicht hat das schon jemand eingesammelt. Ich werde die Angelegenheit mit meinen Ratskollegen besprechen und dann entscheiden, ob wir eine Nachbesserung fordern“, so der Bürgermeister. Bislang habe die Gemeinde für die Ausbesserung der Straße „An der Aue“ etwa 1.500 Euro veranschlagt.
Abgesehen von der ungewöhnlichen Materialzusammenstellung sind die Anwohner entsetzt von der Größe der Schottersteine. „Auf diesem Untergrund kann doch kein Fahrradfahrer mehr sicher fahren“, kritisiert eine Frau. Zudem staubt das Material sehr. „Selbst wenn ein Autofahrer nur mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist, werden Spaziergänger in eine Mega-Staubwolke eingehüllt.“ Zudem möchte sie wissen: „Wer haftet eigentlich, wenn sich hier jemand verletzt?“
• Das Unternehmen Otto Dörner war nicht zu einer Stellungnahme bereit. Die Pressesprecherin sei im Urlaub, so die Begründung.