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"Unsere Geschichte": Jesteburger Familie erzählt im NDR vom Eigenheim-Glück in der Nordheide

mum. Jesteburg. Die NDR-Fernsehreihe "Unsere Geschichte - Als wir unser Haus bauten" blickt zurück auf den norddeutschen Bauboom in den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren in Ost und West. Eine Zeit, in der Familien arm waren, Sparkassen und Bauunternehmer reich wurden und sich das Aussehen der norddeutschen Tiefebene veränderte. Am Mittwoch, 21. August, ging es ab 21 Uhr unter anderem auch um Familie Gebauer, die in Jesteburg ihre Heimat fand.
Nach dem Zweiten Weltkrieg glich Deutschland einer Trümmerwüste. Ob in Hamburg, Kiel oder Stralsund, bis zu 80 Prozent der Wohnungen und Häuser waren zerstört, dazu kamen Millionen Flüchtlinge. Die Sehnsucht nach einem Zuhause war groß, der Wohnraum aber knapp. Viele Menschen wünschten sich ein eigenes Haus mit Garten.
In Hamburg ausgebombt zogen die Schwestern Gisela und Erika Gebauer mit ihren Eltern aus Eimsbüttel in eine Gartenlaube nach Jesteburg - aufs Land. Dort fanden sie ihr Glück: Gisela und Erika heirateten zwei Brüder und bauten mit ihnen auf dem gleichen Grundstück zwei Häuser. Heute stehen auf dem Grundstück vier Eigenheime, denn auch ihre Kinder wollten in Jesteburg leben.
Für Gustav Viebrock aus Harsefeld waren die ankommenden Flüchtlinge und die Wohnungsnot in der Region der Start für sein Baugeschäft. Der findige Unternehmer nutzte die staatlichen Finanzierungs- und Förderprogramme und verhalf Hunderten von Vertriebenen zu Eigenheimen. Der Trick dabei, mit seinen Typenhäusern konnte er die Preise niedrig halten. Ganze Ortschaften haben noch heute den typischen "Viebrock-Look".
Die Autoren Anne-Kathrin Thüringer und Christian Mangels zeigen in ihrer Dokumentation, wie sehr sich die Menschen nach dem Krieg nach den eigenen vier Wänden sehnten und wie sich die Städte Norddeutschlands dadurch verändert haben.
Wer den Beitrag verpasst hat, kann sich die Sendung noch bis kommenden Mittwoch in der ARD-Mediathek unter http://www.ndr.de/mediathek/ ansehen.