Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Unvergessliche Momente

Mit großer Begeisterung packen die Kinder in Osteuropa ihre Geschenke aus. Für viele von Ihnen ist es das einzige Geschenk zu Weihnachten (Foto: B. Schirmer / Round Table)
 
(Foto: B. Schirmer / Round Table)

Päckchen-Aktion von Round Table: Helfer bringen 106.000 Geschenke zu bedürftigen Kindern.

(mum). „Das Strahlen in den Augen der Kinder werde ich nie wieder vergessen“, sagt Felix Antons am Telefon. Der 33-jährige Hamburger ist derzeit mit dem Weihnachtspäcken-Konvoi der Service Clubs Round Table, Old Tablers und Ladies Circle in Rumänien unterwegs, um Geschenke aus Deutschland an bedürftige Jungen und Mädchen in Osteuropa zu verteilen. Wie berichtet, sammelten die Tabler aus den Landkreisen Harburg, Stade und Lüneburg allein fast 8.000 Päckchen ein. „Eine wahnsinnige Anzahl“, freut sich Timor Buchhorn aus Seevetal. Er ist Präsident von Round Table 28 Hamburg-Harburg. Sein Club organisierte die Sammlung unterstützt von Detlev Dose. Der Chef von „STS - Seevetaler Transport Service GmbH“ steuerte zahlreiche Schulen und Kindergärten an, um die Päckchen dort abzuholen. Zudem ist einer seiner Mitarbeiter derzeit mit einem 40-Tonner in Rumänien unterwegs, um die Geschenke auszuliefern.
Auch dank der 7.000 Päckchen aus dem WOCHENBLATT-Verbreitungsgebiet ist es diesmal den Clubs gelungen, einen neuen Rekord aufzustellen. Insgesamt 106.000 Geschenke kamen zusammen, die noch bis Anfang kommender Woche von den ehrenamtlichen Helfern in Rumänien, Moldawien und in der Ukraine verteilt werden.
„Erst verstohlene Blick, dann staunende Gesichter, leuchtende Augen, glühende Wangen“, so beschreibt Antons den Augenblick, wenn er die Geschenke in den oft unbeheizten Klassenräumen übergibt. „In Deutschland können wir uns gar nicht vorstellen, dass Familien kein Geld für Geschenke haben. Hier geht es um den nackten Kampf ums Überleben.“
Nach großartiger Vorbereitung in ganz Deutschland und im Zentrallager in Hanau startete der Konvoi am vergangenen Samstag. Zum größten Konvoi aller Zeiten gehören außer den 106.000 Päckchen, 178 Helfer, 30 40-Tonner-Sattelzüge, vier Reisebusse und drei Pkw und Sprinter als Begleitfahrzeuge. Die Strecke führt von Hanau, über Regensburg, Passau, Wien, Budapest nach Timisoara (1.755 Kilometer) und von dort dann ins Landesinnere von Rumänien sowie weiter nach Moldawien, beziehungsweise über Dresden, Krakau, Kiew nach Odessa (2.300 Kilometer). Ein kleiner Teilkonvoi fährt von Rumänien aus nach Bulgarien weiter. Von Odessa aus wird dann mit kleineren Fahrzeugen die Verteilung organisiert. In Rumänien teilen sich die Helfer auf: Alba Julia, Brasov, Bacau, Petrosani, und Iasi, Miercura Ciuc Onesti/Tagu und Satu Mare heißen die Stützpunkte, von wo aus es in das schwer zugängliche Hinterland geht. Die Geschenke werden in Kinderheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen für Straßenkinder verteilt. Beim Auspacken sind immer Helfer dabei - so garantiert der Weihnachtspäckchen-Konvoi den Spendern, dass die Päckchen auch wirklich in bedürftige Kinderhände kommen.

• Trotz der ehrenamtlichen Hilfe kostet der Transport mehrere zehntausend Euro, unter anderem für Sprit, Maut und Zoll - im Schnitt zwei Euro pro Päckchen. Aus diesem Grund sind Spenden notwendig. Sie gehen an die Stiftung Round Table Deutschland (Kennwort „WPK“ oder „Konvoi“), Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE20 5502 0500 0000 0019 54.

• Wer den Konvoi im Internet begleiten möchte, kann dies hier tun: www.weihnachtspaeckchenkonvoi.de.

• Außerdem gibt es zahlreiche Fotos auf der Facebook-Seite von „STS - Seevetaler Transport Service GmbH“.

Lesen Sie auch
Da steckt ganz viel Herz drin!