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VfL Jesteburg - jetzt geht es um die Zukunft! - Ist ein Geschäftsführer die Lösung?

Wollen am Samstag die neuen Strukturen für die Zukunft des VfL Jesteburg schaffen (v. li.): Vorsitzender Helmut Meyer, sein Vize Dietmar Schmidt und Hans-Jürgen Börner

Helmut Meyer steht vor einer großen Herausforderung. Der langjährige Vorsitzende des VfL Jesteburg (1.600 Mitglieder) will seinen Verein fit für die Zukunft machen. Am Wochenende will er mit den Mitgliedern die Möglichkeiten diskutieren. Für Meyer selbst steht fest, dass der VfL künftig von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geführt werden sollte. Er selbst wird gemeinsam mit weiten Teilen des Vorstands sein Amt zum kommenden Jahr niederlegen.

mum. Jesteburg. Das war ein Paukenschlag in Jesteburg! Helmut Meyer, seit 1992 Vorsitzender des VfL Jesteburg, hatte im WOCHENBLATT-Gespräch Mitte Juli angekündigt, dass er nächstes Jahr nicht wieder kandidieren wird. Mit ihm nehmen drei weitere Vorstandsmitglieder ihren Hut. „Es wird Zeit, dass sich im Verein etwas ändert“, betont Meyer. „Die Arbeit ist ehrenamtlich nicht mehr zu leisten.“ Meyer hatte angekündigt, im Herbst mit Mitgliedern in Klausur zu gehen. Der Termin steht jetzt fest: Wer an der Zukunft des VfL interessiert ist, trifft sich am kommenden Samstag, 25. Oktober, um 13.30 Uhr im „Jesteburger Hof“. Moderiert wird die Veranstaltung vom Medien-Experten Hans-Jürgen Börner.
„Unser Ziel ist es, während des Workshops die Grundlagen für das neue Präsidium zu schaffen“, so der Vorsitzende. Meyer macht keinen Hehl daraus, dass er sich für die Zukunft einen hauptamtlichen Geschäftsführer sehr gut vorstellen kann. „Selbstverständlich muss es zusätzlich einen ehrenamtlichen Vorstand geben.“ Meyer: „Eine Arbeit ist einfach kaum noch zu schaffen.“ Dazu komme noch die große finanzielle Verantwortung: Beim VfL werden jährlich bis zu 280.000 Euro bewegt.
Die Alternative sei aus Sicht des Vorstands-Duos ein ehrenamtlicher Vorsitzender, beziehungsweise ein Vorstands-Team. „Wir sind offen für weitere Verschläge“, betonen die VfL-Urgesteine.
Das Thema „Geschäftsführer“ scheint offensichtlich auch andere Vereine zu beschäftigen. Laut Meyer hätten sich zahlreiche Gäste angemeldet. Jesteburger selbst hätten sich allerdings mit Anmeldungen zurückgehalten.
Immerhin - der VfL wird nicht auf ganze Führungsriege verzichten müssen: „Wir werden auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen - wenn es denn gewünscht wird.“
Sollten sich die Mitglieder für ein Modell mit Geschäftsführer entscheiden, müsste auch dessen Finanzierung geklärt werden. Eine Beitragserhöhung wäre dann wohl nicht auszuschließen.

• Stichwort VfL Jesteburg:
Der VfL Jesteburg feierte 2012 sein 100-jähriges Bestehen. Dem Verein gehören derzeit etwa 1.600 Mitglieder an, darunter 700 Kinder. Turnen ist mit 400 Sportlern die größte Abteilung. Auf Platz zwei folgt Fußball (380 Mitglieder).
Der Monatsbeitrag liegt bei 13,50 Euro; Familien - ganz gleich mit wie vielen Kindern - zahlen 29 Euro.