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Von Pfarrstellen und Gemeindefinanzen

Stießen auf 2014 an (v. li.): Bürgermeister Udo Heitmann, Peter Börke und Carola von der Lieth vom Kirchenvorstand, Pastorin Ellen Kasper, Schützenpräsident Torsten Lange und Henning Erdtmann vom Vorstand des GeWerbekreises
 

Gemeinsamer Neujahrsempfang der Kirchengemeinde, der politischen Gemeinde, des GeWerbekreises und aller Vereine in Jesteburg

bim. Jesteburg. Rund 150 Gäste begrüßte Pastorin Ellen Kasper jetzt zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Gemeinde, des GeWerbekreises und aller Jesteburger Vereine im Gemeindehaus. Neben Rück- und Ausblick standen vor allem die Begegnung und die Gespräche der Gäste untereinander im Mittelpunkt.
Musikalisch stimmten Paul-Gerhard Schneider am Klavier und Kathrin Schneider an der Geide (sind weder verwandt noch verschwägert) mit einem Telemann-Stück auf den Abend ein.
Carola von der Lieth vom Kirchenvorstand erinnerte an die Sanierung des 250 Jahre alten Glockenturms - dem Wahrzeichen Jesteburgs - im vergangenen Sommer. Der Turm beherbergt die um 1190 gegossene Glocke. Erfreulich: Die Baukosten von 100.000 Euro übernahm die Landeskirche.
Auf weniger Erfreuliches ging anschließend ihr Vorstandskollege Peter Börke ein, als er von der im April 2013 gestrichenen halben Pfarrstelle berichtete. Kirche biete ein theologisches, kulturelles und diakonisches Spektrum - mehr als beispielsweise Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen. Die nun fehlenden Stunden müssten von Pastorin Ellen Kasper und Diakon Reinhard Schünemann mitgetragen werden. Eine Hilfe ist auch der 2007 gegründete Förderkreis, der dank Spenden u.a. die Kinder- und Jugendarbeit und musikalische Veranstaltungen unterstützt. Börke bedankte sich in dem Zusammenhang bei den Förderern.

Schützen-Präsident Torsten Lange als Vertreter der lebhaften Vereinsstruktur in Jesteburg wies auf das 150-jährige Bestehen des Schützenvereins in diesem Jahr hin und lud alle zum Besuch des Schützenfestes ein, das vom 28. Mai bis 2. Juni aufgrund "umfassender baulicher Veränderungen" auf dem Sportplatz stattfindet.

Bürgermeister Udo Heitmann machte es kurz."Von der meisten Kohle, die hier im Dorf verbrannt wird, ist in der Zeitung zu lesen", scherzte er im Hinblick auf den Acht-Millionen-Euro-Haushalt. "Wenn wir die Infrastruktur auf lange Sicht gestalten wollen, müssen wir auch mal ein großes Grundstück im Dorf kaufen", meinte er - wohl bezogen auf den WOCHENBLATT-Bericht zum Clement-Areal. Und: "Jedes Dorf verdient den Rat, den es selbst gewählt hat." Dieser Rat befasst sich am kommenden Mittwoch, 22. Januar, um 19 Uhr im Heimathaus mit dem Haushalt. Heitmann ist sicher, dass der mit großer Mehrheit verabschiedet wird.
Hinsichtlich der am 25. Mai anstehenden Samtgemeinde-Bürgermeisterwahl wünscht sich Udo Heitmann, "mit diesem Gemeindedirektor weiterarbeiten zu können", also mit Hans-Heinrich Höper.

Henning Erdtmann vom GeWerbekreis-Vorstand hob zwei Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres besonders hervor: die Kunst- und Kulturwoche, die gezeigt habe, welch kreativer Ort Jesteburg ist, und der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt, der den Besuchern viel Spaß bereitet habe. Erdtmann bedankte sich nicht nur bei Weihnachtsmarkt-Organisator Bernd Jost, sondern auch beim Seniorenbeirat, der in rund 300 Arbeitsstunden die Buden dafür aufgearbeitet und instandgesetzt hat.

Den humorvollen Abschluss bildete traditionell eine Geschichte des Autors Joska Pintschovius. Die war diesmal seinem Freund Holger, der wandelnden Nervensäge, gewidmet, den er seit der Kindheit kennt und eigentlich nicht mag. Mit seinen feinen und amüsant interpretierten Beobachtungen erntete er wieder viele Lacher. Leider verkündete Joska Pintschovius, dass dies seine letzte Teilnahme am Neujahrsempfang in Jesteburg war. Er will sich u.a. verstärkt zwei neuen Büchern widmen.

Anschließend hatten die Gäste noch Gelegenheit, sich bei Schnittchen, Sekt und Wein auszutauschen.