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"Was ich glaube, versuche ich auch zu leben!"

Diakon Reinhard Schünemann kommt mit seiner Arbeit bei den Jugendlichen in der Samtgemeinde Jesteburg gut an (Foto: Wöhling)

Reinhard Schünemann sorgt für gute Angebote für Jugendliche in Jesteburg und Bendestorf.

mum. Bendestorf. Immer mehr Jugendliche engagieren sich in den Kirchengemeinden Jesteburg und Bendestorf: Sie arbeiten im Jugendmitarbeiterkreis (JMK) mit, spielen Theater am Martinstag, sammeln Tannenbäume nach Weihnachten ein oder fahren gemeinsam nach Schweden. "Ich bin vor etwa vier Jahren mit vier Jugendlichen gestartet, heute sind es mehr als 20, die sich im JMK engagieren", sagt Diakon Reinhard Schünemann. Und aus dem jetzigen Konfirmanden-Jahrgang mit 60 Jugendlichen haben viele schon ihre Bereitschaft zur Mitarbeit angekündigt.
Was macht Diakon Reinhard Schünemann, der in Maschen wohnt, anders oder eben richtig? "Die Jugendlichen fühlen sich hier ernst genommen, sie müssen keine Leistung erbringen wie in der Schule, sondern sind als Menschen willkommen. Und sie merken, dass ich ehrlich zu ihnen bin, dass ich das lebe, was ich glaube", sagt Schünemann. Glück für Jesteburg und Bendestorf: Der Diakon ist jetzt fest beim Kirchenkreis Hittfeld für die Nachbarschaft angestellt, nachdem er viele Jahre auf Honorarbasis für verschiedene Kirchengemeinden in der Jugendarbeit tätig war, etwa in Maschen, Buchholz und Handeloh.
"Ich halte es wie Martin Luther, der sagte: Man muss den Leuten aufs Maul schauen", sagt Schünemann. "Wenn man Jugendliche für den Glauben begeistern will, muss man eine passende Form finden, den Glauben zu vermitteln." Dass ihm das gut gelingt, zeigt sich im Engagement der Jugendlichen - etwa bei der Organisation des Benefizkonzertes "Rock’n Roll für Tschernobyl".
Außer seiner Tätigkeit als Diakon bei der Kirchengemeinde übernimmt Schünemann noch freiberuflich Aufgaben in der Jugendarbeit, sei es in Hittfeld oder in Jesteburg.
Nach seiner Ausbildung an der Fachhochschule in Porta Westfalica hatte Reinhard Schünemann sein Anerkennungsjahr in Zeven absolviert und war dann in der offenen Jugendarbeit in Hamburg und in der Aids-Hilfe tätig. Im Anschluss an eine Auszeit, in der er am Theater Neue Flora in Hamburg gearbeitet hatte, kehrte er dann in die Jugendarbeit zurück.
Für Jesteburg und Bendestorf wünscht er sich, dass die Gemeinschaft der Mitarbeiter weiter wächst und dass viele seiner Jugendlichen erfahren, dass der Glauben ihnen Halt geben kann. "Natürlich haben viele Jugendliche mit dem Beginn der Berufsausbildung oder des Studiums oft keine Zeit mehr für die Jugendarbeit in der Kirche. Aber diese positive Erinnerung an ihre Zeit in der Jugendarbeit trägt sie durchs Leben."