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Weil die Hilfe ankommt

Dr. Bernd Klemeyer überreichte Dr. Werner Huber einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro
 
In Sambia gibt es keine staatliche Unterstützung für Waisenkinder. Aus diesem Grund ist Hilfe aus Deutschland wichtig

Nach WOCHENBLATT-Bericht: Dr. Bernd Klemeyer unterstützt Sambia-Förderverein mit 2.000 Euro.

mum. Jesteburg/Tespe. Große Freude herrschte jetzt bei Werner Huber. Der ehemalige Jesteburger Arzt und Vorsitzender des Sambia-Fördervereins, nahm einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro von Dr. Bernd Klemeyer (Tespe) entgegen. Der Arzt hatte im Zuge seines 60. Geburtstags die Gäste gebeten, für den Ausbau der Schule "Fountain Gate" zu spenden. Später rundete er den Betrag auf.
"Meine Frau und ich verbrachten 2012 einen Urlaub in Sambia", erinnert sich Klemeyer. "Wir waren stark beeindruckt von der Schönheit der Landschaft, von unglaublicher Armut bei gleichzeitiger Fröhlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung." Ende des Jahres lass Klemeyer im WOCHENBLATT einen Bericht über das Engagement des Fördervereins in Sambia und nahm Kontakt zu Huber auf. Zudem besuchte das Ehepaar die Jahresversammlung. "Uns war es wichtig, dass die Spende wirklich 1:1 bei den Menschen ankommt. Dieses Vertrauen haben wir in die Organisation von Werner Huber." Inzwischen hat das Ehepaar auch die Patenschaft von zwei Waisen übernommen.
Das Geld kommt genau rechtzeitig. "Wir haben in Fountain Gate das große Problem, dass die dortige Schule nur bis zum Abschluss der 9. Klasse zugelassen ist", erklärt Huber. "Es wäre für unseren Partner Chreso Ministries kein Problem, die Schule auch für die höheren Klassen bis einschließlich Klasse 12 ("Senior Secondary School", Hochschulreife) zu erweitern." Das Know-how, Räume und Lehrkräfte seien verfügbar. "Bisher scheiterte die staatliche Zulassung an zwei fehlenden Laboren für Physik und Chemie sowie Biologie. Die dafür nötigen 100.000 Euro konnte niemand aufbringen". So bestehe weiter die unbefriedigende Situation, dass die Waisen in "Fountain Gate" dort auf dem Gelände kein Gymnasium besuchen können. Etliche der älteren Kinder würden täglich weite Wege zu einem Gymnasium in Kauf nehmen. Die neuen Räume sollen für jeweils 25 Schüler eingerichtet werden. Pro Arbeitsplatz sind jeweils Waschbecken, Gasanschluss mit Bunsenbrenner, Stromanschluss und Experimentierkästen aus Glas vorgesehen. "Eigentlich bin ich nach wie vor der Meinung, dass dies in einem Land wie Sambia etwas übertrieben ist", räumt Huber kritisch ein. "An den Behörden kommen wir aber nicht vorbei, anders bekommen wir nicht die Zulassung."

Patenschaften für 36 Euro

(mum). Werner Huber gründete 1993 den Sambia-Förderverein. Eines der wichtigsten Projekte ist die Unterstützung des 2009 eröffneten Kinderdorfs für AIDS-Waisen "Fountain Gate". Dort wohnen fast 100 Jungen und Mädchen in familienähnlichen Gemeinschaften. Eine Schule befindet sich auf dem Gelände. "Wir vermitteln Patenschaften", sagt Huber. Bereits für 36 Euro monatlich könne man einem Kind eine Perspektive schenken.
Auf dem Schulgelände entstehen auch ein Lehrerhaus sowie eine Unterkunft für weitere 20 Internatskinder. Anfangs sei das Kinderdorf nur für Waisen vorgesehen gewesen. "Aus der Not heraus haben wir in einem der Häuser nun missbrauchte Kindern untergebracht", so Huber. "Die zuletzt vorgestellte Photovoltaikanlage ist inzwischen fertig und liefert Strom."
Wie wichtig die Unterstützung aus Deutschland ist, wird auch daran deutlich, dass es in Sambia keinerlei Sozialhilfe für Waisenkinder gibt - und damit auch keine anderen Unterstützer für das Kinderdorf.
• Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.sambia-foerderverein.de.