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Wieder ein großer Schritt

Dank der Unterstützung aus Jesteburg kann die Mubuyu-Mädchenschule am Karibasee in Sambia mit einer Solar-Anlage ausgerüstet werden (Foto: Huber)
 
Die erste „Insekten-Farm“ ist in Betrieb (Foto: Huber)

Der Jesteburger Arzt Dr. Werner Huber ist glücklich. Für sein Schulprojekt in Sambia wurden ihm mehr als 100.000 Euro für eine Photovoltaikanlage bewilligt. Zudem gibt es gute Nachrichten über die so genannten „Insekten-Farmen“.




mum. Jesteburg. Der Jesteburger Arzt Dr. Werner Huber ist überglücklich. Der Vorsitzende des Sambia-Fördervereins bekam gerade die Nachricht, dass er dank der Zusage zweier Zuwendungen eines der wichtigsten Projekte realisieren kann: Das gesamte Schulgelände der Mubuyu-Mädchenschule am Karibasee in Sambia - es besteht aus 22 Gebäuden - wird künftig über eine bedarfsdeckende Photovoltaikanlage versorgt. Die Gesamtkosten betragen 130.702 Euro. Davon übernimmt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 75 Prozent (98.026 Euro). Die Bingo-Umweltstiftung stellt weitere 10.000 Euro zur Verfügung. Der Förderverein muss 22.675 Euro aufbringen. „Wir sind zwar froh über die zugesagten Zuschüsse. Der Rest ist aber für uns keine Kleinigkeit“, so Huber. „Wir sind daher für weitere Spenden dankbar.“
Mit dem Geld soll auch eine Solar-Warmwasserversorgung installiert werden. Dazu kommt eine Druckwasserversorgung der gesamten Anlage, die aus einem Tiefbrunnen gespeist wird. „Projektbegleitend werden die Wasserleitungen erneuert, die Lampen auf LED umgerüstet, Mitarbeiter für die Wartung geschult und den Schülern ein sparsamer Umgang mit Wasser und Strom im Unterricht vermittelt. Geliefert und installiert wird die Anlage von der deutschen Firma Sunset. Bis Jahresende soll alles fertig sein.
Die Schule wurde 2003 eingeweiht. Dort gibt es eine Grundschule (Klasse 1 bis 7), die etwa von 190 Jungen und Mädchen aus der Umgebung besuchen. „Das angegliederte Mädchen-Internat ist das Kernstück der Anlage, deshalb haben wir die Schule damals überhaupt gebaut“, so Huber. Obwohl es in Sambia laut Verfassung offiziell schon lange eine Gleichstellung der Geschlechter gibt, würden sich die Sambianer schwer mit der Umsetzung tun. „Das gilt besonders für den Stamm der Tonga, der dort am Karibasee wohnt“, so Huber. „Zusammen mit dem Häuptling und der Lokalregierung planten wir dieses bis dahin einmalige Projekt“, schaut der Jesteburger zurück. In mehreren Häusern wohnen 220 Internatsmädchen, die die Klassen 8 bis 11 besuchen und die Schule mit der Hochschulreife beenden.

• Im März hatte das WOCHENBLATT über das Projekt „Insekten-Farmen“ berichtet. Studenten der Leibniz Universität Hannover sind davon überzeugt, eine Lösung gegen die Hungersnot in Afrika gefunden zu haben. Dabei kommen Larven der Soldatenfliege zum Einsatz. „Das Projekt ist sehr gut angelaufen“, so Huber. „In etwa eineinhalb Monaten sollte die Larven-Population etwa 80 Kilo pro Woche betragen und ist groß genug für die ersten Entnahmen“, erklärt Huber. Der Proteingehalt der Larven ist besonders hoch. Demzufolge könnten sie einen Teil-Ersatz für die nicht ausreichende und teure Versorgung mit tierischen Produkten darstellen.

• Werner Huber ist unter der Rufnummer 04183-5295 oder via E-Mail an m-g-a@t-online.de zu erreichen. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.millennium-goals-achievement.org und unter der Adresse http://unihannover.enactus.de.

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