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WOCHENBLATT-Leser zeigen Herz: Spenden für Montenegro sind unterwegs

Jetzt wird eingeladen: (v. li.) Ulrike Kleine, Matthias Finndorf und Erhard Winkler helfen Crodovic Rade beim Beladen des Lkw

Auf die WOCHENBLATT-Leser ist Verlass! Als unsere Zeitung gemeinsam mit dem ehemaligen Jesteburger Pastor Dr. Ulrich Kusche um Spenden für die Menschen in Rozaje in Montenegro gebeten hatte, war die Reaktion überwältigend. Mehrere Hundert Säcke mit Kleidung und Spielzeug wurden bei der St. Paulus Kirche in Buchholz abgegeben. Jetzt wurden die Spenden abgeholt und nach Rozaje gebracht.

(mum). „Man kann sich das Leid der Menschen in Rozaje kaum vorstellen“, so Pastor Dr. Ulrich Kusche. Es sei nur schwer zu ertragen, dass es mitten in Europa so große Armut gebe. Kusche wollte die WOCHENBLATT-Leser Anfang April dazu bewegen, zu helfen. Mit Erfolg! Bereits am Tag nach dem Bericht wurden bei der St. Paulus Kirche in Buchholz zahlreiche Spenden abgegeben. Und die Hilfsbereitschaft riss nicht ab. Jetzt wurden die vielen Säcke mit Kleidung, Schuhen und Spielzeug auf einen Lkw geladen und nach Rozaje gebracht.
Eine Spedition aus Montenegro hatte sich bereit erklärt, die Spenden auf der Rückfahrt mitzunehmen. Vier bis fünf Tage wird es dauern, bis die Geschenke bei den Kinder angekommen. „Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass vielen Menschen dort damit eine Freude gemacht werden kann“, sagt Ulrike Kleine. Gemeinsam mit Matthias Finndorf und Erhard Winkler half sie dem Fahrer Crodovic Rade beim Beladen des großen Lkw.
„Ich bin den WOCHENBLATT-Lesern sehr dankbar, dass sie die Aktion so großzügig unterstützt haben“, sagt Kusche. Nicht nur Privatpersonen zeigten viel Herz. Das Krankenhaus Buchholz will mit Material und Know-how helfen. Außerdem spendete die Firma Feldtmann einige Paletten Kleidung.
Rozaje ist eine dieser vergessenen Städte in Europa. Sie befindet sich im nordöstlichsten Zipfel von Montenegro, an der Grenze zu Serbien und dem Kosovo - eine muslimische Enklave im sonst überwiegend von Christen bewohnten Balkanstaat. Etwa 22.000 Einwohner leben dort, davon 2.000 Familien in größter Armut. Die Kinder sind unterernährt, die ärztliche Versorgung ist mangelhaft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 60 Prozent. Muamer Kujevic (39) und sein Vater, der Lehrer Semso Kujevic (69), wollen sich nicht damit abfinden, dass ihre Heimat zum Armenhaus Europas wird. Unterstützt vom ehemaligen Jesteburger Pastor Dr. Ulrich Kusche starteten sie die Hilfsaktion.
Neben den Bedürftigen brauchen vor allem der Kindergarten und eine Behinderteneinrichtung dringend Hilfe.

Das Spendenkonto:
• Hilfe ist noch immer möglich und nötig! Pastor Kusche hat bei der Volksbank Lüneburger Heide ein Spendenkonto eröffnet. Die IBAN-Nummer lautet DE46 2406 0300 0304 2081 00.

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