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Zehn Jahre, Waise - AIDS: Werner Huber organisiert Info-Veranstaltung über den Sambia-Förderverein in Jesteburg

Wann? 11.10.2015 15:00 Uhr

Wo? Heimathaus, Niedersachsenplatz, 21266 Jesteburg DE
Whiteson (10) ist Waise und hat AIDS - der Sambia-Förderverein ermöglicht ihm die ärztliche Betreuung (Foto: Werner Huber)
Jesteburg: Heimathaus | mum. Jesteburg. Werner Huber ist in den armen Ländern der Welt zu Hause: In Sambia, Tansania, Peru, im Sudan und in der Ukraine hilft er, wo Hilfe benötigt wird. Der Arzt aus Jesteburg gründete 1993 den Sambia-Förderverein. Am Sonntag, 11. Oktober, veranstaltet Huber zwischen 15 und 18 Uhr im Jesteburger „Heimathaus“ (Niedersachsenplatz) einen Informationstag, um über seine Erfolge und Ziele zu berichten. Es wird Kaffee und selbst gebackenen Kuchen geben. „Außerdem bieten wir Handarbeiten aus Sambia an“, so Huber. Sämtliche Einnahmen gehen an die Projekte in Sambia.
Eines der wichtigsten Projekte des Sambia-Fördervereins ist die Unterstützung des 2009 eröffneten Kinderdorfs für AIDS-Waisen „Fountain Gate“. Dort wohnen 90 Jungen und Mädchen in familienähnlichen Gemeinschaften. Eine Schule befindet sich auf dem Gelände. „Wir vermitteln Patenschaften“, sagt Huber. Bereits für 36 Euro monatlich könne man einem Kind eine Perspektive schenken.
Huber hat sofort ein Gesicht vor Augen, wenn er über „Fountain Gate“ spricht. „Whiteson ist zehn Jahre alt und kam erst vor wenigen Wochen zu uns“, so Huber. Seine Mutter habe ihn ausgesetzt. „Alle Bemühungen, sie zu finden, waren erfolglos. Wir wissen nicht einmal, ob sie noch lebt.“ Auch von Whitesons Vater gebe es kein Lebenszeichen. „Der Junge hat AIDS und erhält eine entsprechende Therapie“, sagt Huber.
Zuletzt hatte Huber auch um Unterstützung für das Projekt „Hunger-Paten“ geworben. „Gemeinsam mit unserem sambischen Partner Chreso Ministries behandeln wir in Sambia mehr als 20.000 AIDS-Kranke“, so Huber. Etwa 20 Prozent dieser Kranken würden gleichzeitig an Tuberkulose leiden. „Sie bekommen alle nötigen Medikamente kostenfrei.“ Um wieder zu Kräften zu kommen, müssten sie sich auch ausreichend ernähren. Aber: Das Geld reiche nicht für eine ausgewogene Ernährung. „Die meisten Kranken essen nur einmal täglich und dann auch nur sehr einseitig“, berichtet Huber. Für fünf Euro im Monat erhalte ein Patient eine regelmäßige Zusatzkost aus Sojamehl, Erdnüssen und Trockenfischen.
• Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.sambia-foerderverein.de.

Ein Mann mit großem Herz:
Die Liebe zu Sambia liegt bei Werner Huber in der Familie. Der Bruder seiner Frau Hannelore war Missionar in dem afrikanischen Land. „So kam es überhaupt zur Gründung des Vereins“, sagt Huber. Der überzeugte Christ, der in Jesteburg und Bendestorf als Hausarzt tätig ist, arbeitet zudem für die Hilfsorganisationen AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende) und den Nehemia Christenhilfsdienst. Seine Aufgabe: „Ich organisiere und begleite Projekte in Entwicklungsländern und beantrage öffentliche Zuschüsse.“ Huber gründete zudem den Verein „Millennium Goals Achievement“, der sich für die Verwirklichung der Millennium-Entwicklungsziele der UNO einsetzt. Auch in Norddeutschland setzt sich Huber aktiv ein. So leitet er ehrenamtlich das Sozialwerk „Help“ der Friedenskirche Buchholz.