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Zwischen Handwerk und Kunst

Gerrit Mencke öffnet am Freitag sein Atelier „Zeitenwende“ in Jesteburg

Gerrit Mencke öffnet am Freitag sein Atelier.

mum. Jesteburg. Bislang zeigte Gerrit Mencke seine Werke fast ausschließlich im Freundes- und Bekanntenkreis. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Das hat den Jesteburger darin bestärkt, sein Atelier „Zeitenwende“ (Kleckerwaldweg 11) auch für anderen Interessenten zu öffnen. Am Freitag, 2. Dezember, ab 19.30 Uhr ist es so weit. Mencke zeigt Zeichnungen, Spachtelbilder und Spachtelwände.
Der Jesteburger lernte Tischler und Graveur und hat schon in vielen handwerklichen Bereichen gearbeitet. In den vergangenen zehn Jahren entwickelte Mencke eigene Kreationen verschiedener Spachteltechniken für die Wandveredelung im Innenausbau. Jede dieser Wände ist ein Unikat und das Ergebnis ist immer wieder überraschend, da die Spachtelmasse in der Verbindung mit Wasser und Farbe seine eigene schwer zu berechnende Abstraktion hat. Der Übergang vom Handwerk zur Kunst ist fließend.
Mencke, der als Graveur das genaue Abzeichnen lernte, sah diese Tätigkeit stets als eine rein handwerkliche. Allerdings kann es sich beim intuitiven und individuellen Zeichnen nicht automatisch um Kunst handeln, ohne dass der Zeichnung eine künstlerische Aussage zugrunde liegt. Mencke beschloss, Werke zu schaffen, die sich bewusst genau in der Grauzone zwischen Handwerk und Kunst befinden.
Aus diesen Werken sind am Freitag verschiedene fotorealistische Aktzeichnungen zu sehen, ebenso wie Aktspachtelbilder, denen eine ähnliche Technik zugrunde liegt, nämlich der genauen Einhaltung der Außenlinien und der Schattierungen. Zum Teil benutzt Mencke fluoreszierende Pigmente, was den Landschaftsbildern eine weitere Dimension verleiht, wenn Schwarzlicht auf die Bilder trifft. So stellte der Jesteburger idyllische Landschaften im Zuge einer Techno-Party aus.