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Zwischenruf: Die Vereine sind in der Pflicht

Das vorweg: Ich bin Fußballfan und habe eine Dauerkarte. Gemeinsam mit meinem Bruder und meinem jüngsten Sohn - er ist sieben Jahre alt - geht es zu fast jedem Heimspiel des HSV ins Volksparkstadion. Sorgen um seine Sicherheit oder um unsere habe ich mir bislang noch nie gemacht. Allerdings erschrecken mich die Ereignisse der vergangenen Wochen sehr.
Erst vor drei Wochen erlebte ich, welche große Polizeipräsenz auf dem Hauptbahnhof in Hannover notwendig war, um die so genannten Fans eines Clubs von einem Bahnsteig zum nächsten zu begleiten.
Das allerdings ist harmlos gegenüber den Jagdszenen - auch auf Familien -, die sich kürzlich in Dortmund abgespielt haben. Der DFB-Kontrollausschuss hat mit einer drastischen Strafe reagiert. Beim Heimspiel am heutigen Samstag gegen den VfL Wolfsburg wird die Südtribüne gesperrt. 25.000 Fans werden bleiben draußen. Damit reagiert der Verband jedoch nicht auf die Krawalle vor dem Stadion, sondern nur auf die Schmähplakate in Richtung Leipzig.
Ich finde das Urteil falsch. Die Strafe trifft deutlich mehr Unschuldige als Beteiligte.
Aber ich wünsche mir, dass die Vereine endlich konsequent durchgreifen. Hooligans und asoziale Fans, die Gegner beleidigen, oder - noch schlimmer - verletzen, gehören aus dem Stadion verbannt. Für immer. Außerdem kann ich nicht verstehen, warum die Kosten für den massiven Polizeieinsatz nicht endlich den Vereinen vollumfänglich in Rechnung gestellt werden. Ich bin sicher, die Motivation der Club-Verantwortlichen vor und im Stadion für Sicherheit zu sorgen, würde deutlich steigen.
Sascha Mummenhoff