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70.000-Euro-Zuschuss für das Kunsthaus auf den Weg gebracht

Rainer Löding, Vorsitzender des Vereins "Kunstwoche Jesteburg" hat allen Grund zur Freude: die Gemeinde Jesteburg pumpt wieder Steuergeld in das Kunsthaus

Anfang des Jahres kaufte die Gemeinde Jesteburg das Kunsthaus für 365.000 Euro. Und der nächste Mega-Zuschuss ist bereits auf den Weg gebracht: Für 70.000 Euro soll die ehemalige Bank-Filiale behindertengerecht ausgebaut werden. Allerdings weiß offensichtlich niemand, wie viele Besucher die Ausstellungen dort sehen wollen.

mum. Jesteburg. „Wie viele Gäste die Ausstellungen im Kunsthaus Jesteburg besuchen? Das weiß ich nicht“, sagt Britta Witte (CDU), Vorsitzende des Jesteburger Bauausschusses. Es sei aus unterschiedlichen Gründen schwierig, diese Daten zu erfassen. Deutlich einfacher ist es hingegen, mindesten weitere 70.000 Euro in das Gebäude zu pumpen. Zumindest haben die Bauauschuss-Mitglieder eine weitere Investition jetzt auf den Weg gebracht. Wie bereits berichtet, soll die ehemalige Volksbank-Filiale, für das die Gemeinde 365.000 Euro zahlte, nun behindertengerecht ausgebaut werden.
Die Architektin Franziska Sluyterman von Langeweyde soll die Kosten für den Bau einer Hubplattform am Vordereingang ermitteln. Außerdem soll ein Treppenlift installiert werden, damit gehbehinderte Menschen auch Ausstellungen im Keller besichtigen können. Auch der Einbau einer behindertengerechten Toilette sei in Planung.
Bereits Anfang des Jahres hatte Reimer Siegel (FDP) den Kauf des Hauses heftig kritisiert: „Es ist mir unerklärlich, warum die Verwaltung und die Mehrheit des Jesteburger Gemeinderates die ihnen anvertrauten Steuergelder nicht zum Wohle der Mehrheit der Bürger verwenden“, sagte der Politiker damals im WOCHENBLATT-Gespräch. Was Siegel am meisten auf die Palme brachte: „Das Kunsthaus und die dort angebotenen Ausstellungen werden von der Jesteburger Bevölkerung bisher nicht angenommen.“ Da auch jetzt keine Besucherzahlen vorliegen, dürfte es schwer sein, Siegels Aussagen zu entkräften.

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