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„An der Geschichte ist nichts dran!“

Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper ist verwundert über die Falschaussagen des Reitvereins (Foto: Gemeinde Jesteburg)

Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper dementiert Angebot an den Reitverein.

mum. Jesteburg. Für große Verwirrung in Jesteburg hat eine Falschmeldung gesorgt, die unmittelbar vor der Kommunalwahl im Hamburger Abendblatt zu lesen war. Demnach soll Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper dem Reit-und Fahrverein Nordheide ein neues Quartier versprochen haben. Vorsitzender Sven Meier wird mit den Worten zitiert: „Die Gemeinde stellt uns eine große Fläche in Jesteburg zur Verfügung, auf der wir eine komplett neue Reitanlage mit Stallungen, Halle, Turnier- und Abreitplatz bauen können.“ Konkret geht es um ein Gelände hinter den Sportplätzen des VfL Jesteburg. „An dieser Geschichte ist nichts dran“, so Höper auf WOCHENBLATT-Nachfrage. „Wir haben bislang nur lose Gespräche geführt.“ Ein konkretes Angebot sei dem Verein nicht gemacht worden. Höper sah sich sogar veranlasst, die Ratsmitglieder schriftlich über die Falschmeldung zu informieren.
„Der neue Vorstand hat sich im Mai bei der Gemeinde vorgestellt. Bürgermeister Udo Heitmann und ich haben deutlich gemacht, dass die Gemeinde immer ein großes Interesse am Fortbestand des Reitvereins hatte“, so der Verwaltungschef. Man habe aus den Gesprächen der vergangenen Jahre mit den verschiedenen Vorständen des Reitvereins berichtet. „Von uns wurden die verschiedenen Optionen angesprochen, die in den vergangenen Jahren Thema waren. So auch die Frage, ob der Reitverein in eine bestehende Einrichtung ziehen möchte.“ Das habe der Verein verneint. Für einen Neubau seien unterschiedliche Standorte angesprochen worden. Eine Option sei die Gemeindefläche rund um die Sportanlagen.
„Der Reitverein wollte während seiner Mitgliederversammlung im August klären, ob dieses Gelände aus Sicht des Vereins geeignet ist“, berichtet Höper. Dort habe der Vorstand einen Auftrag erhalten, mit der Gemeinde weiter zu verhandeln. „Wir haben dem Reitverein gesagt, wie wichtig die Gespräche mit der Gemeinde Asendorf und dem Landkreis Harburg sind“, so Höper. „Es gibt noch keine Beschlüsse.“ Die Planungshoheit liege ohnehin bei der Gemeinde Asendorf, denn das Areal liege auf Asendorfer Grund. Was den Reitverein-Vorstand nun zu diesen Falschaussagen veranlasst hat, könnte sich Höper nicht erklären.
Vergangene Woche habe es laut Höper ein Gespräch zwischen Gemeinde und Reitverein gegeben. „Dort hat der Reitverein deutlich erklärt, dass er es so nicht kommuniziert hat“, so Höper. „Es bleibt bei dem Vorgehen, dass erst einmal alle Fakten gesammelt werden. Erst danach ist überhaupt absehbar, ob und was realisiert werden kann.“
Tatsächlich läuft der Pachtvertrag für das Reiter-Areal „Am Turnierplatz“ 2020 aus. Die Fläche sei laut Höper unter anderem für eine mögliche Schulerweiterung sowie Wohnungsbau attraktiv.

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