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"Das ist ideologische Kurzsichtigkeit!"

Diskutieren über Umweltschutz (v. li.): Nino Ruschmeyer (FDP-Kreisvorsitzender), Helena Tewes (FDP-Landtagskandidatin), Wolfgang Knobel (FDP-Bundestagskandidat)und Gero Hocker (Foto: FDP)

FDP fordert mehr Weitblick in der Umweltpolitik.

(mum). "Die Tierrechtsorganisation PETA will Angel-AGs verbieten, die bei Kindern Verständnis für die Natur wecken", kritisiert Gero Hocker, langjähriger umweltpoltischer Sprecher der FDP-Fraktion im niedersäschsischen Landtag. "PETA begeht regelmäßig Land- und Hausfriedensbruch, wenn ihre Mitglieder in Stallanlagen einbrechen. Die Organisation will Blindenhunde verbieten, weil die Haltung von solchen Tieren zwar betroffenen Menschen den Alltag erleichtert, dies aber angeblich den Rechten des Tieres widerspricht", so Hocker während einer Info-Veranstaltung der Liberalen in Winsen. „Und trotzdem gilt PETA als gemeinnützig und genießt damit Steuervorteile. Ich meine, das ist komplett falsch." Hocker fordert, der Organisation die Gemeinnützigkeit zu entziehen.
Auf Einladung des Kreisvorstandes der FDP Harburg-Land kam der FDP-Landtagsabgeordnete in den Marstall und diskutierte mit einem engagierten Publikum aus Landwirten, Anglern, Jägern und Naturschutzinteressierten. Thema der Veranstaltung war "Umweltpolitik mit den Menschen, nicht gegen sie". Moderiert wurde der Abend von Wolfgang Knobel, Bundestagskandidat der FDP Harburg-Land.
"Nicht alles, was die grüne Plakette hat, ist automatisch nachhaltig. Die Windenergie bedroht Vögel, die Wasserkraft Fische und Biogas hat uns Monokulturen in der Landwirtschaft beschert", so Hocker weiter. Ein weiteres Problem sei auch die oft von Eigeninteressen getriebene Linie mancher Umweltorganisationen. So hätte der NABU neuerdings zur Jagd auf den Waschbären aufgerufen, nachdem er sich jahrelang für den konsequenten Schutz und damit die Ausbreitung dieser in Europa ursprünglich nicht heimischen Tiere eingesetzt hatte. Grund für den überraschenden Stimmungswandel sei aber nicht der gesunde Menschenverstand, sondern die Beobachtung, dass ausgerechnet Waschbären die vom NABU organisierten teure Kröten-Rettungen mit Tunnels und Brücken offenbar als Einladung zu einem Festmahl betrachten würden.
Ein anderes Beispiel für ideologische Kurzsichtigkeit sei der sogenannte "tierfreundliche Strom", den Greenpeace Energy anbietet und für den PETA wirbt. "Denn dieser werde ausschließlich aus Wasser- und Windkraft hergestellt und ist damit zwar sauber, aber eigentlich das exakte Gegenteil von tierfreundlich", so Hocker. "Wir haben heute gelernt: grüne Ideen sorgen meist so lange für ein gutes Bauchgefühl, bis man sie hinterfragt", so Nino Ruschmeyer, Kreisvorsitzender der FDP Harburg-Land.