Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Das Itzenbütteler Kirchfeld: Jetzt ist der Landkreis am Zug

Den Dauerbewohnern des Itzenbütteler Kirchfelds droht jetzt das Aus
mum. Jesteburg. „Bitte geben Sie sich einen Ruck und suchen mit uns Betroffenen den kleinsten gemeinsamen Nenner“, bat ein Bürger die Jesteburger Ratsmitglieder am Anfang der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Der Kirchfeld-Anwohner wollte verhindern, dass die Politiker das Ver­fah­ren zur Über­ar­bei­tung des Be­bau­ungs­plans für das It­zen­büt­te­ler Kirch­feld begraben. Wie berichtet, hatte der Bauausschuss genau dies empfohlen. Der Mann wollte seiner Tochter den Bau eines zweiten Wohnhauses auf seinem Grundstück ermöglichen.
Doch daraus wird wohl nichts. Der Gemeinderat bestätigte das Votum des Bauausschusses. Mit den Stimmen von SPD, UWG Jes!, Grünen und FDP stellt Jesteburg alle Bemühungen ein, einen Kompromiss für das Wochenendgebiet zu finden.
Lediglich die CDU votierte geschlossen gegen den Antrag. Fraktionsvorsitzende Britta Witte glaubt nach wie vor daran, dass man über ei­nen städ­te­bau­li­chen Ver­trag mit ei­nem Pro­jekt­ent­wick­ler Bau­rech­te für die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer ­hätte schaf­fen kön­nen, die dann auch für die Er­schlie­ßung auf­ge­kom­men wä­ren.
Seit 2009 müht sich Jesteburg darum, das Dauerwohnen in dem zehn Hektar großen Areal zu legalisieren. Doch am Ende lagen die Interessen, die von „maßvolle Zerstückelung“ des Wald-Areals bis zum Mega-Wohngebiet reichten, zu weit auseinander. Anwohner und Eigentümer fanden keinen Konsens.
Jesteburg schiebt die Verantwortung nun an den Landkreis weiter. „Wir werden die nächsten Schritte prüfen“, sagt Landkreissprecher Johannes Freudewald. Konkret bedeutet dies, dass jedes einzelne Grundstück unter die Lupe genommen wird. Das Dauerwohnen wird auf jeden Fall untersagt. Weitere Konsequenzen können laut Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper sein, dass Zäune entfernt werden müssen. Auch Rückbau- und Abrissverfügungen seien vorstellbar. In einem Vorgespräch hatte der Landkreis signalisiert, „sozialverträgliche Einzelfalllösungen“ suchen zu wollen.
Höper will die Hoffnung auf eine glückliche Lösung noch nicht ganz aufgeben; „Sollte es den Anwohner gelingen, gemeinsam einen vorhabenbezogenen B-Plan zu erstellen und ihn der Gemeinde vorzulegen, würde dies nochmals einen neuen Impuls in die Diskussion bringen.“