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Die Betreuung ist gerettet - vorerst

Hat kurzfristig drei Erzieher eingestellt: Hans-Heinrich Höper

Drei neue Erzieher: Jesteburg muss Nachmittagsbetreuung einer Integrationsgruppe doch nicht streichen.

mum. Jesteburg. Gute Nachrichten hatte jetzt Jesteburgs Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper für die Eltern einer Integrationsgruppe. "Uns ist es gelungen, kurzfristig drei Erzieher einzustellen", so Höper. Für die Eltern bedeutet dies, dass die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder auch nach den Sommerferien gewährleistet ist. Wie berichtet, hatte der Verwaltungschef die Eltern im Zuge einer Informationsveranstaltung darüber informiert, dass die Betreuung zwischen 13 und 17 Uhr nicht mehr stattfindet. Betroffen waren 18 Jungen und Mädchen im Alter zwischen drei und sechs Jahren - davon vier mit Förderbedarf.
Hintergrund der Gruppen-Schließung war, dass zwei Erzieherinnen selbst Kinder bekommen und in die Elternzeit gehen. Ein Ersatz konnte trotz intensiver Bemühungen zunächst nicht gefunden werden. Bereits seit August vergangenen Jahres bemüht sich Jesteburg um personelle Verstärkung. Doch weder Anzeigen in Zeitungen noch in Online-Stellenportalen seien erfolgreich gewesen. "Für befristete Stellen gab es gar keine Bewerbungen", so Höper vor zwei Wochen. Für eine unbefristete Stelle sei zumindest eine Bewerbung eingegangen.
Dann gab es doch Bewegung im Rathaus. Mit mehreren Kandidaten wurden kurzfristig Bewerbungsgespräche geführt - jeweils mit positivem Ergebnis für drei Erzieher. Um Zeit zu sparen, schickte Höper die Arbeitsverträge nicht mit der Post raus, sondern bat die neuen Mitarbeiter direkt im Rathaus die Papiere zu unterschreiben. Bei den Verträgen handelt es sich um unbefristete Vollzeitstellen. Mit einer Ausnahme: Eine Kraft wird auf eigenen Wunsch als Springer befristet für ein Jahr beschäftigt. "Sie möchte danach ihre Ausbildung fortsetzen", erklärt der Verwaltungschef.
Der Gesetzgeber sieht für die Betreuung von Integrationsgruppen vormittags drei und am Nachmittag zwei Mitarbeiter vor. "Um dieses Ziel zu erreichen, greifen wir zudem auf eine Zeitarbeitsfirma zurück", so Höper.
Aufatmen kann der Verwaltungschef allerdings nicht. "Wir sind weiterhin auf der Suche nach Betreuungspersonal", sagt Höper. "Wer kann schon sagen, wann die nächste Kraft ausfällt." Jesteburg verfügt über 305 Kitaplätze in den vier Einrichtungen Moorweg, Seeveufer, Sandbarg (DRK) und im Waldkindergarten. Dabei handelt es sich um 246 Elementar- und 59 Krippenplätze. 97 Prozent betrug die Auslastung am 1. April dieses Jahres, zehn Plätze waren zum Stichtag unbesetzt (diese werden aber im Laufe des Jahres noch vergeben). 15 Kinder stammen nicht aus Jesteburg. Insgesamt beschäftigt Jesteburg 85 Erzieherinnen in Voll- und Teilzeit. Um Lücken zu schließen, werden Mitarbeiter über Zeitarbeitsfirmen gebucht. „Doch auch dort gibt es kaum noch Personal.“
• Die Kosten im Bereich der Kinderbetreuung stellen Jesteburg finanziell vor große Herausforderungen. 2016 machten die Kita-Kosten 2,8 Millionen Euro aus. Davon muss die Gemeinde 1,34 Millionen Euro allein aufbringen. 2012 waren es noch 772.000 Euro. Für 2017 ist sogar ein Zuschussbedarf von 1,55 Millionen Euro prognostiziert.

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