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"Die Bürger haben es in der Hand"

mum. Jesteburg. Famila-Ansiedlung, eine neue Oberschule, der Kauf von Clement-Areal und Kunsthaus sowie die neue Schützenhalle - Jesteburg hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Im WOCHENBLATT schaut Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper zurück.
"Nach Jahren gibt es endlich wieder eine weiterführende Schule in unserer Samtgemeinde. Diese Schule steht für eine neue, moderne Unterrichtsform. Wir haben für diese Schule lange gekämpft. Bei vielen Stellen, wo wir unser modernes Schulmodell vorgestellt haben, wurden wir weggeschickt und ignoriert. Andere haben den Schulstandort in Jesteburg bekämpft. Aber der Einsatz vieler Menschen hat sich am Ende ausgezahlt und die Schule ist da.
In diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten zum Neubau der Schule und der Sporthalle. Die Sporthalle (Kosten 2.350.000 Millionen Euro) und das Grundstück werden von der Gemeinde und Samtgemeinde Jesteburg gestellt. Die Sporthalle wird um Räume für die Jugendarbeit ergänzt. Mit dem Landkreis wird eine gemeinsame Mensa für Oberschule und Grundschule gebaut. Gemeinsam werden auch die Außenanlagen, eine Buskehre im Bereich des Freibades und ein Wärmekonzept umgesetzt.
•Ein herausragendes Ereignis war die Verleihung des Europäischen Nostra Preises für Kulturerbe an die Kunststätte Bossard. Es ist ein bedeutender Preis, den in Deutschland bisher nur renommierte Museen erhalten haben. Die Gemeinde ist damit auf dem richtigen Weg, die Marke Kunst und Kultur auszubauen.
•Ein weiteres wichtiges Thema war und ist der Ausbau des Krippenangebotes. In der Samtgemeinde Jesteburg werden wir den vom Gesetzgeber geforderten Platzbedarf erfüllen. Die Jesteburger haben bereits Krippen errichtet. Die Bendestorfer und Harmstorfer haben sich jetzt dafür entschieden, vor dem Freibad in Bendestorf gemeinsam eine Krippe für zwei Gruppen zu bauen. Die Gesamtkosten dieser Maßnahmen betragen rund 740.000 Euro. Vom Land ist eine Unterstützung in Höhe von voraussichtlich 160.000 Euro zu erwarten.
•Die Entwicklung der Kosten in den letzten Jahren war auch einer der Gründe für die Erhöhung der Steuern. Der Bereich der Kindertagesstätten kostet in der Gemeinde Jesteburg 1,8 Millionen Euro. Davon müssen rund die Hälfte aus allgemeinen Steuergeldern aufgebracht werden.
•Die Gemeinde Jesteburg hat den Prozess "Jesteburg 2020" wieder aufgegriffen. Im Frühjahr wurden zu den Themen Ortsmitte, Kultur und Familien-Bildung öffentliche Foren durchgeführt. Große Aufmerksamkeit hatte dabei das Forum zum Thema Entwicklung der Ortsmitte. Die Bürger sprachen sich dafür aus, dass die Gemeinde eine Entwicklungsplanung für die Ortsmitte in Auftrag gibt. Ziel soll es sein, dass die Bereiche Wohnbauentwicklung, Gewerbe und Handel, Verkehr, Platzgestaltungen aus einem Guss für die Ortsmitte geplant werden. Die Gemeinde sollte sich das Kerngrundstück, das so genannte Clement-Grundstück sichern, damit die Entwicklung für diesen Bereich mitbestimmt werden kann. Die Gemeinde hat dieses Grundstück erworben und einen Teil dieses Grundstückes mit dem denkmalgeschützten Haus wieder an einen Investor veräußert. Der Investor wird dieses denkmalgeschützte Haus sanieren und einer wirtschaftlichen Nutzung zuführen. Auch das Kunsthaus hat die Gemeinde gekauft. So kann in der Entwicklungsplanung der Kernbereich der Ortsmitte einheitlich beplant und gestaltet werden. Die Gemeinde und die Bürger haben es jetzt in der Hand, für die Ortsmitte ein Juwel entstehen zu lassen.
•Die größten Maßnahmen werden in diesem Jahr die Ansiedlung des Famila-Marktes auf dem Festplatzgelände sowie der Bau der Oberschule und der Sporthalle sein. Nachdem sich der Schützenverein und die Gemeinde in den Grundzügen geeinigt haben, gilt es jetztv einen Vertrag zu formulieren."