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„Die drei Säulen der Kultur“: CDU-Mann Bernd Jost regt festen Etat für Kunsthaus, „Podium“ und „Naturbühne“ an

Bernd Jost (CDU) (Foto: oh)
mum. Jesteburg. Ist das die Lösung, die alle Kunst- und Kulturschaffenden in Jesteburg glücklich macht? Bernd Jost (CDU) hat während der jüngsten Sitzung des Jesteburger Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturausschusses (WTK) ein Konzept vorgeschlagen, bei dem die „drei Kultursäulen der Gemeinde“ - wie er sie nennt - künftig einen festen Etat zugewiesen bekommen. Aber: SPD und Grüne stimmten gegen den Vorschlag.
Bislang gilt für alle Jesteburger Vereine und Institutionen, dass sie für einzelne Veranstaltungen oder Projekte Mittel beantragen können. So bekommt der Verein „Kunstwoche Jesteburg“ nicht wie ursprünglich beantragt 11.000 Euro auf einen Schlag, sondern kleinere Raten nach Abschluss der jeweiligen Ausstellung.
„Die Vereine müssen eine langfristige Planungssicherheit haben“, so Jost. Daher setzt er sich für einen festen Etat ein. Josts Konzept sieht vor, dass der Kunstverein „Kunstwoche Jesteburg“ jährlich einen Zuschuss von 10.000 Euro erhält. Außerdem gibt es 8.000 Euro für das „Podium“. Der Verein „Naturbühne“, dessen Vorsitzender Jost selbst ist, würde 7.5000 Euro erhalten. Jost hat diese Summen an unterschiedliche Bedingungen geknüpft. Beispielsweise muss das „Podium“ zwölf , die „Naturbühne“ drei Veranstaltungen und die „Kunstwoche“ sechs Ausstellungen oder Workshops organisieren. Die Höhe des jährlichen Budgets soll für drei Jahre gelten.
Jost geht noch einen Schritt weiter: „Sollte dieser Festbetrag für außerordentliche und zweckgebundene Veranstaltungen nicht ausreichen, können Zusatzanträge über eine Ausfallbürgschaft gestellt werden.“ Darüber würde dann der zuständige WTK-Ausschuss entscheiden.
Der CDU-Mann regt an, dass jede Veranstaltung mit maximal 7,50 Euro pro zahlendem Besucher bezuschusst wird. Bei einem Defizit kann eine Ausfallbürgschaft beantragt werden. Jost: „Das kann eine maximale Summe oder ein prozentualer Anteil des Defizits sein.“ Für den Erhalt einer Ausfallbürgschaft müsse der Antragsteller spätestens acht Wochen nach der jeweiligen Veranstaltung eine detaillierte und nachvollziehbare Endabrechnung vorlegen.
„Die örtlichen Institutionen haben bereits mit der jetzigen Vergabepraxis eine hohe Planungssicherheit“, so Karl-Heinz Glaeser (Grüne). Er plädiert dafür, dass auch zukünftig jede Institution weiterhin Einzelanträge stellt, damit eine individuelle Beratung im Fachausschuss erfolgen kann.
Laut Fachbereichsleiter Holger Schölzel würden sich außer den „drei Säulen“ bis zu zwölf weitere Vereine um Fördermittel bewerben. Für sie blieben dann „nur“ noch 24.500 Euro übrig, denn der Fördertopf ist mit 50.000 Euro gefüllt. Wie geht es jetzt weiter? Die Verwaltung soll mit den Verantwortlichen der drei Vereine Gespräche führen und ermitteln, ob sie sich mit einem festen Budget anfreunden können. Im Anschluss entscheidet die Politik über die Höhe der Zuschüsse.
• Für dieses Jahr hat die Gemeinde Jesteburg bereits folgende Kultur-Zuschüsse genehmigt: Blasorchester (3.000 Euro), Chor Seevetal (1.300 Euro), Verein „Kunstwoche Jesteburg“ (11.000 Euro), „Naturbühne“ (6.000 Euro; außerdem eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 2.500 Euro für das nächste Konzert), Bemalung von Verteilerkästen (1.000 Euro), Jesteburger „Podium“ (8.000 Euro), „Kunstnetz Jesteburg“ (1.000 Euro), Schulverein (5.000 Euro; für ein Musik-Projekt).