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„Die Festhalle jetzt abreißen!“ - Nach WOCHENBLATT-Bericht: SPD-Fraktionschef Pietsch will Maßnahme aus Gemeindemitteln finanzieren

Kein schöner Anblick: Seit Jahren verfällt die Festhalle in Jesteburg
mum. Jesteburg. Offensichtlich hat der WOCHENBLATT-Bericht über die Umweltverschmutzung rund um die ehemalige Festhalle der Jesteburger Schützen die Politik aufgeweckt. Wie berichtet, rotten im selbst ernannten Kunst- und Kulturdorf Jesteburg ausgediente Eis- und Kühlschränke unter freiem Himmel vor sich hin. Und das auf einem öffentlichen Grundstück. Jetzt hat zumindest die SPD die Initiative ergriffen. „Die Festhalle - seit Jahren kein Schmuckstück mehr - verfällt zusehends. Wir sind für einen sofortigen Abriss“, so SPD-Fraktionschef Helmut Pietsch. Er hat jetzt einen entsprechenden Antrag gestellt. Dort heißt
es: „Die Jesteburger Festhalle wird umgehend, spätestens bis zu den Sommerferien, abgerissen. Die Kosten werden vorfinanziert und in die anstehenden Beratungen zum Nachtragshaushalt eingebracht.“
Pietsch begründet seinen Antrag mit dem Verfall der Halle. „Das ist für alle Bürger zunehmend ein Ärgernis.“ Durch den Beginn der Bauarbeiten für das neue Schützenhaus und die dazu abgegebenen Erklärungen des Schützenvereins im
WOCHENBLATT-Interview sei klar, dass nun die Gemeinde Jesteburg allein für die Festhalle verantwortlich ist. Spätestens jetzt bestünde Handlungsbedarf. „Illegale Fremdbelegung und Müllentsorgung sowie weitergehender baulicher Verfall, erfordern umfangreiche und kostspielige Sicherheitsmaßnahmen“, so der SPD-Fraktionschef. „Das macht einen späteren Abriss unnötig teurer. Ein sofortiger Abriss ist deshalb sinnvoll und geboten.“
Das Geld für den Abriss soll aus der Gemeindekasse vorfinanziert werden. „Diese Kosten sind beim Verkauf an künftige Nutzer des Festhallengeländes zu berücksichtigen“, so Pietsch.
Wie bereits mehrfach berichtet, soll auf dem Gelände der Festhalle ein Famila-Markt entstehen. Doch nachdem die Gemeinde Hanstedt beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen den Bau des Supermarktes eingereicht hat, gibt es vom Landkreis keine Baugenehmigung. Der Ausgang ist offen. Bislang scheute sich Jesteburg, den Abriss der Festhalle in Auftrag zu geben. Niemand weiß, wer die Kosten übernimmt, wenn der Famila-Deal am Ende platzen sollte.

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