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Ein Konzept für Itzenbüttel

Stellten ihr Konzept in Jesteburg vor: Wolf-Dietrich Witt (re.) und Björn Bardowicks
 
Die Zukunft Itzenbüttels bewegt die Bürger. Am Donnerstag gab es nicht genug Sitzplätze für alle Zuhörer

Investoren stellen Bebauungsplan für Böttcher-Hof vor / Politik will mit Anliegern ins Gespräch kommen.

mum. Jesteburg/Marxen. Investoren haben es im Jesteburger Ortsteil Itzenbüttel schwer - zumindest dann, wenn sie gleich mehrere Wohneinheiten auf die grüne Wiese beziehungsweise in den Wald bringen wollen. Zuletzt stieg Friedrich W. Lohmann im Kirchfeld mit den Worten, „Das tue ich mir nicht an“, aus. Lohmann wollte das Kirchfeld (zehn Hektar) von einem Wochenend- zu einem echten Wohngebiet entwickeln (das WOCHENBLATT berichtete). Und auch Landwirt Robert Böttcher hat es schwer, den richtigen Partner für seine Hofstelle zu finden. Nachdem dort erst eine Unterbringung von bis zu 60 minderjährigen Flüchtlingen angedacht war (das Konzept stammt von „Forellenhof“-Eigentümer Ulrich Deus), stellten am Donnerstag im Bauausschuss Wolf-Dietrich Witt und Björn Bardowicks („Witt & Bardowicks Grundstücks oHG“ aus Marxen) ihre Vision vor.
Wie berichtet, wollen die beiden Investoren auf der Hofstelle (48.000 Quadratmeter) mindestens 35 Wohneinheiten schaffen. Die Rede ist von insgesamt vier unterschiedlich großen Gebäuden. Bei zwei Häusern handelt es sich um zweigeschossige Gebäude mit je sieben Wohneinheiten. Ein weiteres zweigeschossiges Gebäude soll 16 Wohneinheiten umfassen. Außerdem ist ein Komplex mit fünf eingeschossigen Reihenhäusern mit ausgebautem Dachgeschoss geplant.
Doch die Politik versagte den Investoren die Zustimmung. „Wir müssen Itzenbüttel als Ganzes sehen“, so Karl-Heinz Glaeser (Grüne). „Wenn wir den Plänen von Robert Böttcher zustimmen, dann müssen wir später den anderen Hof-Besitzern in Itzenbüttel ebenfalls erlauben, ihre Weiden zu Bauland zu entwickeln.“ Bereits die voraussichtlich mehr als 100 neuen Bürger auf der Böttcher-Hofstelle würden Itzenbüttel (derzeit 250 Einwohner) massiv verändern, wies Glaeser hin. Schließlich stimmte der Ausschuss einstimmig dafür, kurzfristig eine Informationsveranstaltung außerhalb des B-Plan-Prozesses zu organisieren. „Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgern herauszufinden, wie sie sich die Entwicklung ihres Ortes vorstellen“, so Ausschuss-Vorsitzende Britta Witte (CDU).
• Deutlich einfacher hatten es da Norbert Behrens und Matthias Diercks (Planungsgemeinschaft Nord - PGN) aus Rotenburg. Sie stellten dem Rat ein Konzept für bezahlbaren Wohnraum am Ortsausgang Richtung Marxen vor. Unter dem Stichwort „Brettbeekskoppel-Ost“ sollen auf einem gemeindeeigenen Grundstück je nach Planungsvariante zwei bis drei Mehrfamilienhäuser (bis zu 30 Wohnungen) und zwölf Reihenhäuser entstehen. Das Konzept gefiel den Bauauschussmitgliedern. Das Büro, das für ein ähnliches Projekt gerade in Tostedt „grünes Licht“ bekommen hat, soll demnächst konkrete Planungen vorlegen.
• Zudem beschäftigte sich der Ausschuss mit der Parkplatzsituation rund um die Senioren-Begegnungsstätte am Sandbarg. Durch eine Neugestaltung der Flächen sollen bis zu 65 Parkplätze entstehen (statt 30).

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