Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Endlich Sicherheit?

Der Ausbau der Straße Itzenbütteler Buchen soll bald beginnen. Solche gefährlichen Verkehrsbegegnungen soll es dann nicht mehr geben
 
Immer wieder hat das WOCHENBLATT auf die gefährliche Straße hingewiesen. Jetzt endlich beginnen die Arbeiten

Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht für viele Jesteburger: Die starkbefahrene Straße Itzenbütteler Buchen - das ist die Verbindung zwischen Itzenbüttel und Reindorfer Osterberg - soll bereits Anfang Januar ausgebaut werden. Konkret geht es um die Verbreiterung der Kurve um einen Meter.
Das WOCHENBLATT hatte das Thema der „gefährlichen Kurve“ immer wieder aufgegriffen und eine Verbesserung gefordert, denn zwischen 2012 und 2015 hatte es entlang der Strecke neun Unfälle gegeben. Ein Grund: Autos müssen dort häufig - unter anderem wegen Schulbussen - auf die Bankette ausweichen, die in einem schlechten Zustand ist.

mum. Jesteburg. „Gut Ding braucht Weile“ sagt man - in Jesteburg steht die „Weile“ für fast ein Jahr. Bereits im Januar vergangenen Jahres hatte das WOCHENBLATT berichtet, dass der Samtgemeinderat „grünes Licht“ für den Ausbau der gefährlichen Kurve in der Straße Itzenbütteler Buchen - das ist die Verbindung zwischen den Ortsteilen Itzenbüttel und Reindorfer Osterberg - gegeben hatte. Die Verwaltung begann mit Vorplanungen, die dann im Sommer von der Politik endgültig verabschiedet wurden. Geschehen ist seitdem nichts. Bis jetzt. „Die Tiefbaufirma hat uns darüber informiert, dass die Arbeiten ab dem 9. Januar beginnen sollen“, sagt Bauamtsleiter Thomas Burmester. Vorausgesetzt, die Witterungsverhältnisse lassen dies zu.
Nach kontroverser Diskussion hatte sich die Politik darauf geeinigt, die Straße im Kurvenbereich auf einer Länge von etwa 30 Metern von 4,50 auf 5,50 Metern zu verbreitern. Anders als ursprünglich geplant wird die Erweiterung allerdings nicht asphaltiert, sondern mit Betonsteinpflaster befestigt. „Aufgrund der Größe der Maßnahme war diese Variante günstiger“, so Burmester. „Wir rechnen nun mit Kosten in Höhe von 16.000 Euro.“ Weitere 1.100 Euro hätten die notwendigen Baumfällungen gekostet. Jesteburg hatte eigentlich 50.000 Euro für den Ausbau veranschlagt. Hoffentlich rächt sich diese Sparsamkeit nicht. Es ist kein Geheimnis, dass die Unterhaltungskosten für Betonsteinpflaster deutlich teurer sind als für eine Asphaltdecke.
Anfangs hatte es sogar noch mehr Ausbauvarianten gegeben. Unter anderem sollten zur Sicherung an beiden Seiten Leitplanken aufgestellt werden. Ein Sachverständiger riet aus Sicherheitsgründen davon ab.
Die beste Lösung, nämlich ein vernünftiger Ausbau der Straße, kam für Verwaltung und Politik nicht in Frage. In einem Protokoll der Polizei heißt es: „Ein Ausbau, beziehungsweise eine Grundsanierung wird seitens der Gemeinde schon deshalb nicht betrieben, weil damit die Attraktivität der Straße steigen und in der Folge die Verkehrsbelastung auch im weiteren Verlauf und insbesondere im Einmündungsbereich zur L213 zunehmen würde.“
Das dort überhaupt endlich etwas gemacht wird, dürfte auch ein Verdienst des WOCHENBLATT sein. „Wann wird es den ersten Toten geben?“ hatte unsere Zeitung bereits im April 2015 gefragt. Damals hatte es wieder einen schweren Unfall entlang der Strecke gegeben. Ein 19-Jähriger war in der Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Im Anschluss hatte sich das Fahrzeug mehrfach überschlagen.
Zwischen 2012 und April 2015 zählte die Polizei dort neun Unfälle. Die Strecke ist stark befahren. Unter anderem pendeln Schulbusse zwischen Buchholz und Jesteburg. Das hat Konsequenzen: Die Bankette ist trotz mehrfachen Ausbesserns immer wieder in einem katastrophalen Zustand. Wohl auch ein Grund, warum es dort wiederholt zu Beinahe-Unfällen kommt. Entgegenkommende Fahrzeugführer befürchten wegen der schmalen Straße (4,50 Meter) eine Kollision, weichen auf den unbefestigten Seitenstreifen aus und verlieren die Kontrolle über ihr Auto.

Lesen Sie auch:
Sicherheit nur zweitrangig?