Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Gefährdet schwarz-grüne Ratsmehrheit die hausärztliche Versorgung?

Eine Skizze der SPD verdeutlicht die „Ärztehaus“-Aufstockung (Foto: oh)

SPD setzt sich für „Ärztehaus“-Erweiterung ein / „Schwarz/Grün gefährdet hausärztliche Versorgung“

mum. Jesteburg. Gefährdet eine schwarz-grüne Ratsmehrheit die künftige hausärztliche Versorgung in Jesteburg? Das zumindest befürchtet die Jesteburger SPD-Vorsitzende Cornelia Ziegert. Es geht um eine Erweiterung für das das Gebäude Hauptstraße 6-8 in Jesteburg („Ärztehaus“). Derzeit befinden sich hier eine Apotheke im Erdgeschoss sowie zwei Hausarztpraxen und eine Zahnarztpraxis im ersten Obergeschoss.
Die beiden Hausarztpraxen sind über einen Fahrstuhl erreichbar. Patienten, die auf eine Gehhilfe oder einen Rollstuhl angewiesen sind, können die Zahnarztpraxis nur durch eine Hausarztpraxis erreichen. „Die Ärzte wollen ihre Praxen durch die Aufnahme weitere Ärzte zukunftsfähig machen, dafür wird aber jeweils mehr Platz benötigt“, so Cornelia Ziegert.
Deshalb möchte laut Ziegert der Eigentümer des Grundstücks, den vorhandenen Dachboden zu einem Vollgeschoss ausbauen. „Die bisherige Raumhöhe lässt die Nutzung als Arztpraxis nicht zu“, erklärt die Ratsfrau.
Außerdem solle ein zweiter Fahrstuhl in das Gebäude eingebaut werden, so dass zukünftig jede Arztpraxis einen direkten Zugang zum Fahrstuhl habe. Nach dem Umbau wolle eine Hausarztpraxis aus dem ersten Obergeschoss in größere Räume im zweiten Obergeschoss umziehen. Das erste Obergeschoss wollen sich zukünftig die Zahnarzt- und die zweite Hausarztpraxis teilen. Ziegert: „Die Grundfläche des Gebäudes wird durch den geplanten Dachbodenausbau nicht verändert. Die Gebäudehöhe soll auf 11,50 Meter begrenzt werden.“
Der Landkreis als Baugenehmigungsbehörde für den Dachbodenausbau des Ärztehauses habe seine Zustimmung signalisiert, wenn die Gemeinde Jesteburg in einer Ausnahmegenehmigung zum Bebauungsplan an dieser Stelle die teilweise Drei-Geschossigkeit zulässt. Außerdem muss sich die Gemeinde verpflichten, bei der nächsten Änderung des Bebauungsplanes „Ortsmitte II“ diese Festsetzung in den Bebauungsplan zu übernehmen. Laut Cornelia Ziegert, befürwortet auch der Ortsplaner, der für die Gemeinde Jesteburg den „Masterplan Ortsmitte“ entworfen hat, die Maßnahme. „Obwohl alle Fakten für die Erteilung der Befreiungsgenehmigung zum Dachbodenausbau des Gebäudes sprechen, haben CDU und Grüne vor den Sommerferien in der entscheidenden Ausschusssitzung dagegen gestimmt“, sagt Cornelia Ziegert. Nur die SPD habe die Erweiterung des Ärztehauses als Maßnahme zur langfristigen Sicherung der hausärztlichen Versorgung in Jesteburg befürwortet. Um doch noch eine positive Entscheidung für die Erweiterung des Ärztehauses herbeizuführen, hat die SPD den Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung Ende September setzen lassen.