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Geht Jesteburg das Kunst-Geld aus?

Unterstützt die Gemeinde Jesteburg den Kunsttempel Bossard künftig mit 25.000 Euro im Jahr? (Foto: Bossard)

Weil die Sparkasse Harburg-Buxtehude Bossard-Sponsorengelder kürzt, wird der Kultur-Etat halbiert.

mum. Jesteburg. Diese Nachricht wird vielen Jesteburger Kunst- und Kulturtreibenden die Vorweihnachtszeit verderben! Die Gemeinde will den Kultur-Etat - immerhin 50.000 Euro - um die Hälfte kürzen. Das heißt: Kunsthaus, "Podium" und "Naturbühne" müssen sich andere Geldgeber suchen. Notwendig werden die Kürzungen, weil die Sparkasse Harburg-Buxtehude ihr finanzielles Engagement bei der Kunststätte Bossard reduzieren wird.
Zuletzt hat das Geldinstitut den Kunsttempel mit 70.000 Euro im Jahr unterstützt. Weitere 100.000 Euro schießt der Landkreis dazu. "Wir haben bereits vor einem Jahr angekündigt, dass wir unsere Zahlungen kürzen werden", sagt Carsten Schmuckall, Vorsitzender der Sparkassen-Stiftung. Das sei auf gar keinen Fall als Kritik zu verstehen. "Wir werden zukünftig immer noch 50.000 Euro zur Verfügung stellen. Außerdem einzelne Projekte finanzieren." Zudem übernehme die Sparkasse das Personalmanagement sowie die Buchhaltung der Kunststätte.
"Derzeit weist der Betrieb der Kunststätte Bossard ein Defizit aus", heißt es in einer Ratsunterlage. Um den Betrieb in der jetzigen Form weiter zu betreiben, sei eine solide Finanzierung sicherzustellen. Man sei an die Gemeinde heran getreten, sich bei Finanzierung mit jährlich 25.000 Euro zu beteiligen.
"Bossard ist wichtig für Jesteburg", sagt Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper. Er unterstützt daher den Vorschlag.
Der 50.000 Euro-Etat wurde in diesem Jahr bis auf 7.100 Euro ausgeschöpft. Unter anderem gingen 11.000 Euro an den Verein "Kunstwoche Jesteburg", 8.500 Euro an das "Podium" und 4.714 Euro an den Verein "Naturbühne".
Für 2015 wurde ebenfalls bislang von einem Budget in dieser Höhe ausgegangen. Allerdings sind davon bereits 10.000 Euro vergeben (für die Ausstellung "Ernst Barlach und die Musik" in der Kunststätte), so dass nur noch 40.000 Euro zur Verfügung stehen würden. Gehen davon weitere 25.000 Euro an Bossard, dann würden nur noch 15.000 Euro im Topf verbleiben.
• Kommt es tatsächlich zu der Kürzung? Das Thema steht auf der Agenda der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur am Mittwoch, 3, Dezember, um 19 Uhr im Alten Rathaus (Niedersachsenplatz).