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Gemeinderat plant „Jesteburg 2030“

Lud zu einer Klausurtagung ein: Jesteburgs Bürgermeister Udo Heitmann
 
Die Jesteburger Ratsmitglieder trafen sich zu einer Klausur (Foto: Wilken / Kontor 21)

Klausurtagung: Im Jahr 2030 wird knapp ein Drittel der Jesteburgs 65 Jahre und älter sein

mum. Jesteburg. Während seiner Klausur im Tagungshaus Jesteburg befasste sich der Jesteburger Gemeinderat jetzt mit der Zukunft der Gemeinde. Anlass war die geplante Erarbeitung des Konzeptes "Jesteburg 2030". Im Mittelpunkt der von Thomas Wilken (Kontor 21) vorbereiteten und moderierten Diskussionen standen laut Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper die Herausforderungen, denen sich die Gemeinde bis zum Jahr 2030 stellen muss, sowie das Verfahren zur Erarbeitung eines entsprechend datierten Rahmenkonzeptes für die erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde.
Gleich zu Beginn des Treffens stellte Bürgermeister Udo Heitmann (SPD) den Nutzen des bisherigen Zukunftskonzeptes "Jesteburg 2020" heraus. Das im Jahr 2007 unter breiter Beteiligung von Bürgern erarbeitete und 2012 fortgeschriebene Konzept habe dem Rat in den beiden vergangenen Legislaturperioden jeweils als wichtige Richtschnur gedient. Nun sei es an der Zeit, den Blick auf das Jahr 2030 zu richten. Thomas Wilken umriss anschließend zentrale zukünftige Herausforderungen Jesteburgs. Eine besondere Rolle komme hierbei der Altersentwicklung der Bevölkerung zu. Im Jahr 2030 werde knapp ein Drittel der Jesteburgs 65 Jahre und älter sein. Die stärkste Steigerung sei bei der Altersgruppe der über 80-Jährigen zu erwarten. Parallel hierzu werde sich die Nachfrage nach altersgerechten, zentral gelegenen Wohnungen, nach Pflegeplätzen und weiteren Gesundheitsdienstleistungen deutlich erhöhen.
Im Zuge der weiter steigenden Berufstätigkeit von Frauen werde parallel hierzu aber auch der Bedarf an Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und Schulen weiter zunehmen. Ein attraktives Bildungs- und Betreuungsangebot sei zugleich eine zentrale Voraussetzung für den dringend benötigten Zuzug junger Familien mit Kindern.
Weiteren Handlungsbedarf sieht Wilken unter anderem bei den miteinander verknüpften Themen Verkehr und Klima. Angesichts des in starkem Maße hausgemachten Kfz-Verkehrs in Jesteburg gehe es zukünftig darum, attraktive Alternativen zur Nutzung des eigenen Autos zu forcieren und damit auch einen Beitrag zur CO2-Reduktion zu leisten. Beträchtliche Potenziale zur Energieeinsparung seien auch bei den größtenteils vor 1980 errichteten Wohngebäuden in der Gemeinde vorhanden. Ebenfalls starke Beachtung erfordere die Anpassung an den Klimawandel zum Schutz vor Überschwemmungen und Wasserschäden an Gebäuden.
In der folgenden Diskussion verständigten sich die anwesenden Ratsmitglieder auf zentrale Handlungsfelder und Themen des zu erarbeitenden Zukunftskonzeptes. In einem ersten Schritt sollen bei einer weiteren Klausur im Frühherbst dieses Jahres inhaltliche Leitlinien zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen formuliert werden. Diese Leitlinien werden dann als Grundlage für den anstehenden Diskussionsprozess mit den Bürgern dienen. Die Art und Weise dieses Beteiligungsprozesses sowie der genaue Zeitplan sollen ebenfalls bei der Herbst-Klausur vereinbart werden.