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"Handwerker-Hotel": Dämpfer für Jesteburger Investor

Gemeindedirektor Hans-Heinrich Höper (Foto: oh)
mum. Jesteburg. Einen Dämpfer musste jetzt ein Bauherr in Jesteburg hinnehmen. Der Gemeinderat lehnte während seiner Sitzung am Mittwoch eine Umnutzung der Immobilie in einen Beherbergungsbetrieb vorerst ab. Der Investor wollte das Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße 84 entkernen und dort vier Appartements mit insgesamt 15 Betten einrichten.
Bereits im Vorfeld hatten sich Anwohner über die Pläne des Investors bei der Bauaufsicht des Landkreises Harburg beschwert. Dieser hatte dann darauf verwiesen, dass - entsprechend des Bebauungsplans - im Erdgeschoss ein Büro entstehen solle. „Aber im vorgelegten Antrag ist davon keine Rede mehr“, sagt Gemeindedirektor Hans-Heinrich Höper. „Nach den Bauplänen ist vorgesehen, dass auch im Erdgeschoss zwei Appartements entstehen sollen.“
Der Rat beschloss, den Wunsch auf Nutzungsänderung des Investors für ein Jahr zurückzustellen. Hintergrund der Entscheidung: Die Gemeinde lässt derzeit ein Entwicklungskonzept für die Ortsmitte erstellen. Ein Ziel der Planung ist die Stärkung des Einzelhandels im Zentrum. Aufgrund der „Famila“-Ansiedlung auf dem Festplatzgelände sollen die kleineren Geschäfte unterstützt werden.
Zuletzt hatte es in Jesteburg Ärger um eine deutlich größeres „Handwerker-Hotel“ gegeben: Auf dem Gelände der ehemaligen Asylantenunterkunft an der Harburger Straße 1 (gegenüber des „Jesteburger Hofs“) will ein Investor in einem zweigeschossigen Gebäude bis zu 59 Monteure unterbringen. Gegen diese Pläne klagten die Anwohner. Auch die Politik war von der Idee nicht begeistert.