Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Jesteburg: Eine „Geldschleuder“ für Hans-Jürgen Börner

Eine Salatschleuder für den Geldschleuder-Vorsitzenden: Hans-Jürgen Börner (li.) und Bernd Jost

Das „Kunsthaus“ wird nicht verkauft - „zumindest zurzeit“ / 2.500 Euro für den Verein „Naturbühne Jesteburg“.

mum. Jesteburg. Mit den Worten die „Jesteburger Geldschleuder wird wieder angeworfen“ hatte das WOCHENBLATT vergangene Woche den Ausschuss für Wirtschaft, Kunst und Kultur angekündigt. Mal wieder standen Zuschuss-Anträge auf der Agenda. Bernd Jost (CDU) hat sich von der Schlagzeile inspirieren lassen: Jost überreichte Ausschuss-Vorsitzenden Hans-Jürgen Börner (SPD) eine Salatschleuder mit dem Aufdruck „Jesteburger Geldschleuder“.
Jost selbst profitiert von der Großzügigkeit des Ausschusses. Der Verein „Naturbühne Jesteburg“, dessen Vorsitzender er ist, erhält von der Gemeinde eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 2.500 Euro für das Konzert „Jesteburg goes Country“ am 3. Mai. Sollte das Konzert mit einem Defizit enden, springt die Gemeinde mit 2.500 Euro ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Summe ausgezahlt wird, so munkelt man im Dorf, dürfte hoch sein. Warum sonst benötigt man eine Ausfallbürgschaft? Übrigens: Zweiter Vorsitzender der „Naturbühne“ ist Teddy Ibing, der neben Jost als zweiter CDU-Vertreter im Ausschuss sitzt. Beide stimmten zumindest nicht mit ab.
Gute Nachrichten für den Verein „Kunstwoche Jesteburg“: Der Antrag von Reimer Siegel (FDP), das „Kunsthaus“ zu verkaufen, wurde abgelehnt. „Da das Kunsthaus wirtschaftlich ein Zuschussgeschäft ist und bei den Jesteburgern so gut wie keinen Anklang findet, sollte der Gemeinderat die Größe besitzen und einem Verkauf zustimmen“, formuliert es Siegel. „Wir können es uns nicht vorstellen, das Kunsthaus zu verkaufen“, so Jost. Dann schränkte Jost ein: „Zumindest zurzeit!“ Das dürfte Siegel aufhorchen lassen.