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Jesteburg: Ist eine Einbahnstraße vielleicht die Lösung?

So stellt sich WOCHENBLATT-Leser Matthias Wagner (kl. Foto) eine Einbahnstraßen-Lösung für das Zentrum von Jesteburg vor
 
Matthias Wagner

Die Diskussion um die Verkehrssituation in Jesteburg hat Matthias Wagner veranlasst, sich selbst Gedanken zu machen. Seine Lösung dürfte auf den ersten Blick für Kopfschütteln sorgen. Wagner schlägt vor, die Hauptstraße in Richtung Asendorf in eine Einbahnstraße umzuwandeln. Den Verkehr will Wagner über Moorweg, Seeveweg und Ziegelweg führen. "Ich bin sicher, dass mein Vorschlag den Verkehr innerhalb des Ortes halbieren wird", so Wagner. Außerdem würde die Sicherheit erhöht. Die Anwohner des Moorwegs müssten dafür ein Opfer zum Wohle des ganzen Dorfes erbringen." Wagners Vorschlag hat noch einen Vorteil. Die Gemeinde müsste nicht das Grundstück von Jürgen Meyer kaufen.

mum. Jesteburg. Gibt es noch eine andere Lösung, um das Verkehrsproblem in Jesteburg in den Griff zu bekommen. WOCHENBLATT-Leser Matthias Wagner (69) ist davon überzeugt. Er schlägt eine Einbahnstraßenregelung vor. Die Vorteile liegen für den pensionierten Finanzberater auf der Hand: „Meine Lösung ist relativ preiswert. Außerdem kann ein langwieriger Rechtsstreit mit dem Eigentümer des Grundstücks, das für die Einrichtung einer Ampelanlage, beziehungsweise eines Kreisverkehrs benötigt wird, vermieden werden.“
Wagner ist sich darüber hinaus sicher, dass es bei einer Ampel-Lösung zu Staus kommen wird. Auch von einer Ortsumgehung hält der Jesteburger nichts. „Unser Ort würde dann zu einem Schlaf-Ort verkommen.“ Positiv sei zudem, dass die Lärmbelästigung und Luftverschmutzung im Bereich der Hauptstraße halbiert werden könnte. „Auch die Verkehrssicherheit würde sich erhöhen“, ist Wagner sicher.
Konkret sieht Wagners Plan so aus: Die Hauptstraße wird ab Ziegeleiweg in Richtung Asendorf zur Einbahnstraße. Diese Regelung gilt bis zur Einmündung Moorweg. Verkehrsteilnehmer aus Richtung Asendorf müssen in den Moorweg abbiegen, um über den Seeveweg und den Ziegeleiweg in Richtung Bendestorf zu kommen. Die Lüllauer Straße und der Sandbarg bleiben in beide Richtungen befahrbar. Das gleiche gilt für die Brückenstraße ab Moorweg.
„Mein Vorschlag hat den großen Vorteil, dass es zu einer Verkehrsberuhigung kommt, weil das Verkehrsaufkommen in der Ortsmitte quasi halbiert wird“, erklärt Wagner. „Außerdem entstehen viele zusätzliche Flächen für Parkplätze und Fußwege.“ Die - erneuerte - Seevebrücke, über die der Verkehr aus Hanstedt in Richtung Hamburg geführt würde, stelle kein bautechnische Hindernis mehr dar. „Lediglich der etwa 50 Meter lange Fußweg am Ziegeleiweg müsste zur Straße erweitert werden.“ Wenig Begeisterung wird der Vorschlag bei den Anwohnern des Moorwegs hervorrufen. „Die Straße mutiert zu einer Durchgangsstraße. Dieses Opfer müssten die Anwohner im Interesse des ganzen Ortes hinnehmen.“ Wagner, der in der Seevestraße wohnt, glaubt, dass sich daraus auch teilweise eine Wertsteigerungen der Grundstücke ergeben könnte.
Wie berichtet, hat der Ausschuss für Straßen, Wege und Umwelt (SWU) der Gemeinde Jesteburg vor zwei Wochen einstimmig empfohlen, dass der Vorsitzende Hansjörg Siede (UWG Jes!) mit Bauausschuss-Vorsitzender Britta Witte (CDU) gemeinsam mit der Verwaltung „vertrauensvolle und ergebnisoffene Gespräche“ mit Jürgen Meyer führen sollen. Meyer gehört das Grundstück an der Kreuzung Hauptstraße/Brückenstraße/Lüllauer Straße. Wie berichtet, soll dort entweder ein Kreisverkehr oder eine Ampelanlage mit Abbiegespuren eingerichtet werden. Die Beteiligten sollen eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung ausloten. Das Ergebnis soll umgehend wieder im SWU-Ausschuss beraten werden. Während der Sitzung stellten Experten ein neues Verkehrsgutachten vor.
Jürgen Meyer, Eigentümer des benötigten Grundstückes, betonte, dass er gesprächsbereit sei und grundsätzlich eine Ampellösung bevorzugen würde. Bei dieser Variante würde er den Großteil seines Grundstückes weiterhin für eine Bebauung nutzen können.

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Wie denken die Jesteburger über den Vorschlag von Matthias Wagner? Schreiben Sie uns Ihre Meinung bitte via E-Mail an mum@kreiszeitung.net. Oder sind der Kreisverkehr, beziehungsweise die Ampelanlage, alternativlos? Haben Sie vielleicht eine andere Lösung? Bitte Namen und Adresse nicht vergessen.

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