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"Kluge, statt neuer Köpfe!"

Karl-Heinz Glaeser (Grüne)

Grünen-Politiker Karl-Heinz Glaeser appelliert für mehr Sachlichkeit im Wahlkampf.

mum. Jesteburg. Der Countdown läuft - am morgigen Sonntag wird gewählt. Im Vergleich zu den vergangenen zwei Wahlen 2006 und 2011 blicken die Jesteburger mit großer Spannung auf den Wahlausgang. Erstmals tritt mit der UWG Jes! eine Wählergemeinschaft gegen die etablierten Rats-Parteien CDU, SPD und Grüne an. Außer der FDP will zudem Einzelkandidat Erich Wiedemann zurück in den Gemeinderat.
Zuletzt hatte Siede, dessen Wählergemeinschaft "gegen den Klüngel vorgehen" will, "neue Köpfe für Jesteburg" gefordert. Er wirft seinen politischen Gegnern „einen politikarmen Wahlkampf“ vor. "Einen Wettstreit über die besten politischen Ideen und Programme für unseren Ort hat leider nicht stattgefunden. CDU, SPD und Grüne haben sich quasi jeder inhaltlichen Auseinandersetzung entzogen." Seine Kritik bleibt nicht unerwidert.
"Jesteburg braucht keine neuen, sondern kluge Köpfe", sagt Karl-Heinz Glaeser (Grüne). "Alle Parteien freuen sich über Menschen, die sich entscheiden, politisch Verantwortung zu übernehmen. Selbstverständlich tut es unserer Demokratie gut, wenn Menschen sich neu in der Politik engagieren." Aber wenn sich Mitbewerber erdreisten würden, einen Wahlkampf mit persönlichen Beschämungen, Unterstellungen und Falschaussagen zu führen, stärke das die Politikverdrossenheit und bereite den Grund für ein aggressives Klima in den Räten.
"Die zukünftige Kommunalpolitik muss weiter dialogisch sein und gerade nicht die populistischen Modelle Trump und AfD kopieren", so Glaeser. Es sei wichtig, dass die Parteien und Gruppen ihr Profil, ihre Visionen und Ideale in den harten Streit um die Sache einbringen. Und das gelte in ganz besonderem Maße für die Kommunalpolitik. "Verwechseln wir aber nicht Kompromissfähigkeit mit Klüngel", lautet Glaesers Appell.
"Dass harte Kontroversen über die Vorfinanzierung des Schützenhauses, die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, die daran gekoppelte Steuerhöhung, die Höhe der Aufwandsentschädigungen, die Gestaltung des Clement-Grundstückes, die dreigeschossige Bebauung in der Ortsmitte und auch über den Schutz einzelner Bäume geführt wurden, bleibt unerwähnt, da es leichter ist, die Rats- und Ausschussmitglieder in einen Topf zu schmeißen, als differenziert zu argumentieren", sagt der Grünen-Politiker. "Wenn das Kunsthaus - von der Mehrheit des Rates beschlossen - gekauft wurde, dürfen doch nicht die Überstimmten die dortigen Kunstprojekte aus Frust diffamieren."