Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Kommt der „Masterplan Zwei“?

Helmut Pietsch ist Fraktionschef der Jesteburger SPD (Foto: SPD)

SPD beantragt ein schlüssiges Gesamtkonzept für den Norden Jesteburgs.

mum. Jesteburg. Die SPD-Fraktion der Gemeinde Jesteburg hat in Fortsetzung der Entwicklungsdialoge, wie sie dem „Masterplan Ortsmitte Jesteburg“ vorangegangen sind, einen Antrag zur Entwicklung des nördlichen Gemeindegebiets gestellt. Inhalt: Die Gemeinde Jesteburg entwickelt für die Wohnbereiche nördlich der Bahnlinie zwischen Roybergschneise und Kleckerwaldweg, von der Bahnbrücke bis nach Itzenbüttel (einschließlich der Ackerfläche „Am Osterberg“, den Straßen rechts und links der Itzenbütteler Straße sowie das Itzenbütteler Kirchfeld), den „Masterplan Zwei“.
„Damit wird ein schlüssiges Gesamtpaket geschnürt, aus dem - langfristig kalkulierbar - realisierbare Entwicklungsmöglichkeiten dargestellt werden“, so SPD-Fraktionschef Helmut Pietsch. „Zurzeit agieren in diesem Ortsbereich verschiedene Investoren und geben ihre Vorstellungen recht unreflektiert in die öffentliche Diskussion.“ Innerörtliche Ackerflächen würden zum Beispiel gegenwärtig unter dem Namen „Sandberg-Center“ projektiert, ohne vorher über etwaige Auswirkungen auf das Gebiet des „Masterplanes Ortsmitte“ oder auf die Straßen Am Osterberg, Trunhoop oder das Itzenbütteler Kirchfeld untersucht worden zu sein.
Wie berichtet, hat sich May & Co. von dem Plan verabschiedet, auf dem Areal am Sandbarg Gewerbe auf 5.500 Quadratmetern zu entwickeln. Die neue Idee: Rewe (befindet sich bereits im Besitz von May & Co.) und Aldi (mit Eigentümer Hossein Salehmanesh werden bereits Gespräche geführt) sollen vom Allerbeeksring an den Sandbarg ziehen. Mit dem Umzug ist auch eine sinnvolle Erweiterung auf marktübliche Flächen verbunden. Zeitgleich soll es eine B-Plan-Änderung am Allerbeeksring geben, sodass dort ausschließlich Gewerbe möglich ist. Unberührt von der Änderung bleibt es bei der Vision von Jörg Ruschmeyer und Architekt Ulrich Salvers (Artrium Architekten), ein Kompetenzzentrum und mehr als 100 Wohneinheiten zu schaffen.
„Hinzu kommen die nicht abschließend geregelten infrastrukturellen Notwendigkeiten in Bereichen, die sich teilweise ohne B-Planregulierung gegenwärtig bei sich verdichtender Bebauung im Bergweg oder den Sackgassen der Plangebiete am Ginsterkamp und am Porstweg immer problematischer darstellen“, so Pietsch weiter. Und so verhält es sich nach Meinung der SPD-Fraktion auch mit dem Gordischen Knoten Itzenbütteler Kirchfeld, der sich aktuell mit dem der Gemeinde zur Verfügung stehenden, planerischen Instrumentarium nicht lösen lässt.
„Die Summe der Themen, die wir nördlich der Bahn heute vorfinden und die teilweise völlig ungeordnet ineinander und gegeneinander wirkenden Einzelbereiche sind genug Motivation, um in einem breit angelegten Bürgerdialog die Entwicklungsziele in einem ‚Masterplan Zwei‘ zu definieren“, so Pietsch. „Mit dieser Grundlage schließt Jesteburg konsequent die Lücke zwischen dem Entwicklungsplan 'Jesteburg Ortsmitte' und dem in Arbeit befindlichen 'Masterplan Itzenbüttel'“.