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„Kulturk(r)ampf Jesteburg“ - „UWG Jes!“ lädt zu einer Vortragsveranstaltung ein

Hansjörg Siede: „Der Gemeinderat versagt in seiner Fürsorgepflicht!“
 
Die Regisseurin und Schauspielerin Loretta Wollenberg ist als Referentin dabei (Foto: Loretta Wollenberg)
mum. Jesteburg. Die neue Wählergemeinschaft „UWG Jes!“ will nicht nur kritisieren, sondern zu den aktuellen Themen der Jesteburger Kommunalpolitik mit parteiunabhängigen Fachleuten eigene Lösungsansätze erarbeiten und mit den Bürgern erörtern. „Wir wollen allen Jesteburgern Gelegenheiten geben, sich eine eigene Meinung über die Arbeit des Gemeinderates zu bilden“, sagt „UWG Jes!“-Vorsitzender Hansjörg Siede.
Besonderen Handlungsbedarf sieht die Wählergemeinschaft in den Bereichen Finanzen, Bildung, Ortsentwicklung und Kultur. Nachdem Siede zuletzt im WOCHENBLATT die gerade beschlossene Vergaberichtline der Kulturfördermittel kritisiert hat, kündigt er als Auftakt eine öffentliche Vortragsveranstaltung zum Thema „Kultur in Jesteburg“ an. Am Dienstag, 2. Februar, heißt es im „Kunsthaus“ „Kulturk(r)ampf Jesteburg“. Los geht es um 19.30 Uhr.
„Was passiert mit der Gesellschaft, wenn Kunst keine Bühne mehr hat und wer ist verantwortlich für eine vielfältige Kulturszene? Diese Fragen verlangen nach Antworten“, sagt Siede. „Der Gemeinderat versagt in seiner Fürsorgepflicht.“ Anstatt ein kooperatives Klima unter allen Kulturschaffenden zu fördern, unterstütze der Rat die vermeintlichen Platzhirsche. So könne keine lebendige und vielseitige Dorfgemeinschaft entstehen.
Die „UWG Jes!“ hat zwei Fachleute aus Praxis und Wissenschaft gewonnen. Sie werden parteiunabhängig Denkanstöße für eine nachhaltige Kulturpolitik geben. Es referieren die Regisseurin und Schauspielerin Loretta Wollenberg über die Auswirkungen mangelnder Unterstützung für die Kunst auf die Gesellschaft und Dr. Berno Haller, langjähriger Dozent an der Universität Leuphana Lüneburg, über die Herausforderungen, die sich aus dem Spannungsfeld zwischen Aufgaben der lokalen Politik, bürgerlichem Engagement und knappen Kassen ergeben.
• „Alle Bürger sind eingeladen und wir freuen uns auf einen Meinungsaustausch im Anschluss an die Vorträge“, so Siede. Die Wählergemeinschaft bittet um vorherige Anmeldung, damit genügend Sitzgelegenheiten bereitgestellt werden können - telefonisch unter 04183 - 949019 oder per Mail an info@uwgjesteburg.de.
• Mehr Informationen zur Wählergemeinschaft gibt es unter www.uwg-jesteburg.de.

„Die Förderpolitik ist falsch!“

(mum). Im Dezember 2015 hat der Gemeinderat Jesteburg eine neue Kulturförderrichtlinie verabschiedet. „Wir halten die Förderpolitik für falsch. Während der Gemeinderat überwiegend auf eine Strahlkraft von außen setzt, favorisieren wir eine unmittelbare Förderung der Kulturschaffenden aus Jesteburg“, so Siede. Eine lebendige Dorfkultur könne nur von innen heraus entwickelt werden und nicht „eingekauft“ werden. Deshalb sei eine gezielte Nachwuchsförderung besonders wichtig.
„In diesem Jahr konzentriert die Gemeinde ihre finanzielle Förderung auf zeitgenössische und moderne Kunst. Es werden über 83 Prozent aller Fördermittel in diesen Kulturteilbereich investiert“, sagt Hansjörg Siede. Die UWG setze sich für eine vielfältige Kulturförderung ein: Musik, Bildende Künste, Tanz, Literatur, unsere niederdeutsche Sprache, Bräuche und Traditionen - alle Bereiche müssen gleichberechtigt und unabhängig von ihren Organisationsformen gefördert werden!