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Lüllau: Die Bürger werden informiert

Nach der Kritik im Bauausschuss hat Axel Brauer reagiert und diesen neuen Entwurf erstellt (Foto: Axel Brauer)
 
Die Bilder zeigen einen der Entwürfe, den Axel Brauer im Februar präsentierte

Axel Brauer stellt sein neues Konzept für die Bebauung am Lüllauer Kreisel am Montag vor.

mum. Jesteburg-Lüllau. In dem kleinen Lüllau - einem Ortsteil von Jesteburg, zu dem auch Thelstorf und Wiedenhof gehören - stimmt die Gemeinschaft. Ein gutes Beispiel für den Zusammenhalt war das Dorffest im vergangenen Jahr. Viele Monate arbeitete ein Arbeitskreis intensiv an den Vorbereitungen für das Fest, das unter dem Motto „Vom Dorf für das Dorf“ stand - mit Erfolg! Eine Zutat des Erfolgsrezepts: Ur-Lüllauer arbeiten Hand in Hand mit Neu-Bürgern. Jetzt steht der Gemeinschaft eine spannende Bewährungsprobe bevor: Architekt Axel Brauer, der auch für das geplante Gesundheitszentrum in Jesteburg verantwortlich zeichnet, möchte im Auftrag von Grundstückseigentümer Olaf Hübner direkt am Kreisel ein Mehrfamilienhaus mit bis zu zehn Wohneinheiten errichten. Tatsächlich gibt der B-Plan so eine großflächige Bebauung her, da er aus einer Zeit stammt, als es dort noch keinen Kreisel gab und sich eine Tankstelle auf der Fläche befand. Zudem orientiert sich der B-Plan an den hohen Festsetzungen der ortsbildprägenden Bauernhöfe der Nachbarschaft mit ihren sehr großen Gebäuden.
Brauer darf sein Konzept nun am kommenden Montag, 20. März, ab 19 Uhr im Zuge einer außerordentlichen Sitzung des Arbeitskreises Dorfentwicklung vorstellen. Die Sitzung findet im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Lüllau (Kohlhoff 10) statt. Eigentlich sollte der Arbeitskreis erst Mitte April zusammenkommen, doch die Gemeindeverwaltung hatte um einen früheren Termin gebeten.
Brauer war mit einer Reihe von Befreiungswünschen im Februar an den Bauausschuss herangetreten - und hatte sich einen Korb geholt. Der Architekt hatte zwei Entwürfe vorgestellt. Beide Konzepte wurden mit den Stimmen von Julia Neuhaus (CDU), Birgit Heilmann (Grüne) und Tim Pansegrau (UWG) abgelehnt. Lediglich Steffen Burmeister und Cornelia Ziegert (SPD) hatten keine Einwände. Der Tenor: Die vorgestellte Planung passe nicht ins Ortsbild und sei viel zu massiv.
Besonders drastisch fiel das Urteil der UWG Jes! aus: „Uns ist völlig unverständlich, wie Architekt und Eigentümer glauben konnten, dass diese Entwürfe in der Lüllauer Dorfgemeinschaft und in den politischen Gremien mehrheitsfähig sein könnten“, ist im UWG-Blog nachzulesen. „Hohe festungsartige Einfriedungen und ein mehrgeschossiger Gebäudeklotz, der sich in die Umgebung ungefähr so einpasst wie ein Elefant in einem Porzellanladen.“
Birgit Heilmann (Grüne) stellte den Antrag, den Befreiungsantrag zurückzustellen. Brauer wurde aufgefordert, einen geänderten, kleingliedrigeren Entwurf vorzulegen.
Diesem Wunsch ist Brauer gefolgt. Am Montag präsentiert er laut eigenen Angaben einen neuen Entwurf. „Der Ortskern im Einzugsbereich des Kreisels ist durch eine Hofstruktur (Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude) geprägt“, so Brauer. „Um sich in diese einzufügen, wird im neuen Entwurf eine Zweiteiligkeit der Bebauung dargestellt. Dabei entspricht ein Gebäude dem Wohnhaus einer Hofstelle und das zweite Gebäude soll an eine Scheune erinnern.“