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Mehr Platz in der Kurve - Samtgemeinderat beschließt Verbreiterung des Kurvenbereichs im Seppenser Mühlenweg

Das WOCHENBLATT hatte mehrfach auf die gefährliche Strecke hingewiesen - zuletzt unmittelbar vor der Sitzung

Das war eine weise Entscheidung! Der Jesteburger Samtgemeinderat hat sich mit Mehrheit für den Ausbau des Seppenser Mühlenwegs zwischen Itzenbüttel und Reindorfer Osterberg ausgesprochen. Die Polizei sah aufgrund mehrerer Unfälle Handlungsbedarf.

mum. Jesteburg. „Ich frage mich, warum wir komplexe Themen in Fachausschüssen intensiv diskutieren und Beschlussempfehlungen aussprechen, wenn wir sie dann wieder im Samtgemeinderat bis ins Kleinste ausein-ander nehmen!“ Claus Schrader (CDU, Harmstorf) war sauer auf seine Ratskollegen. Aus seiner Sicht lag ein guter Vorschlag zur Verbesserung der Verkehrssituation auf dem Seppenser Mühlenweg zwischen Itzenbüttel und Reindorfer Osterberg auf dem Tisch. Doch dieser wurde erneut lange diskutiert. „Dann können wir die Fachausschüsse auch gleich bleiben lassen“, so Schrader.
Tatsächlich scheiden sich an dem Thema die Geister. Wie berichtet, sah ein erster Vorschlag vor, die Bäume beidseitig in der ersten Kurve von Itzenbüttel in Richtung Reindorfer Osterberg zu fällen. Zudem sollten zur Sicherung an beiden Seiten Leitplanken aufgestellt werden. Diese - auch von Experten - kritisierte Variante war schnell vom Tisch. Einigkeit herrschte darüber, dass Handlungsbedarf besteht. Aufgrund des erhöhten Verkehrs - auch Schulbusse nutzen die Strecke - ist die Bankette in einem katastrophalen Zustand. „Wenn wir ausbessern, hält das für ein paar Tage“, so Bauamtsleiter Thomas Burmester.
Stattdessen beschloss der Samtgemeinderat die Straße im Kurvenbereich auf einer Länge von etwa 30 Metern vom Scheitelpunkt der Kurve in beide Richtungen von 4,50 auf 5,50 Metern zu verbreitern. „Auf der Innenseite der Straße ist die Verbreiterung auf ein notwendiges Maß zu beschränken“, heißt es im Beschluss. An der Innenseite werden eine Eiche und zwei Birken gefällt. Die Samtgemeinde lässt sich die Baumaßnahme 50.000 Euro kosten. Diese Variante kam an, nur bei den Grünen nicht. „Wir sind gegen die Verbreiterung“, so Karl-Heinz Glaeser (Grüne, Jesteburg). Er sprach sich für ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern entlang der gesamten Strecke aus. Fraktionskollegin Birgit Heilmann wollte sogar in der Kurve maximal 30 Stundenkilometer erlauben. Im Vorfeld hatten Polizei und Landkreis eine weitere Reduzierung des Tempolimits - eigentlich sind dort 100 km/h üblich - abgelehnt.
Unterstützung erhielten die Grünen von Dirk-Hinrich Meyer (CDU, Jesteburg). „Ich fahre dort seit 30 Jahren lang und habe noch nie ein Problem gehabt.“ Er befürchtet, dass mit dem Ausbau der Verkehr zunehmen wird und sprach sich auch für ein 50-Km/h-Limit aus.
Tatsächlich dürfte der Kurven-Ausbau nur der erste Schritt zu einer kompletten Verbreiterung der Straße sein. Entlang der Strecke, die durch Itzenbüttel nach Jesteburg führt, sind zahlreiche neue Häuser entstanden. Diesem Wachstum muss nun Rechnung getragen werden. Und sollte das Kirchfeld durch einen neuen B-Plan zur Erschließung freigegeben werden, dürfte der Verkehr ohnehin nochmals zunehmen.
• Die Verwaltung wird jetzt eine Planung erstellen und diese in der nächsten Sitzung des Bauausschusses vorzustellen.

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