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Personal und Geld fehlen!

Der Gemeinderat beschäftigt sich am heutigen Mittwoch mit den Gebühren zur Kinderbetreuung (Foto: Fotolia / Sergey Novikov)

Jesteburg: Kosten für Kinderbetreuung steigen weiter / Werden Eltern zur Kasse gebeten?

mum. Jesteburg. Drohen den Jesteburger Eltern demnächst höhere Kindergartengebühren? Das Thema steht zumindest heute Abend auf der Agenda des Gemeinderats (19 Uhr, im „Heimathaus“). Laut der Verwaltungsvorlage liegt die Kostendeckung im vergangenen Jahr bei 24,2 Prozent. Die Prognose sieht für 2017 einen noch schlechteren Wert vor. „Der Rat hat für die Finanzierung der Kinderbetreuung das strategische Ziel, durch Benutzungsgebühren 30 Prozent der Aufwendungen für die Kinderbetreuung zu decken“, heißt es in der Vorlage. „Dieses vom Rat formulierte Ziel ist aus heutiger Sicht unrealistisch und sollte bei den Haushaltsberatungen neu diskutiert werden.“
Zu den Zahlen: 2016 wie auch 2017 habe die Auslastung bei 95, beziehungsweise 96 Prozent gelegen. Hierbei sei zu bedenken, dass insbesondere die Krippengruppen während des Kindergartenjahres laufend Jungen und Mädchen aufnehmen würden und die Auslastung dadurch zu Beginn des Kindergartenjahres geringer sei. Die Personalaufwendungen würden mit etwa 83 Prozent den größten Kostenblock bilden. 2016 sei für die eigenen Einrichtungen Aufwendungen für Personal in Höhe von 1.752.600 Euro eingeplant gewesen. Tatsächlich seinen Kosten in Höhe von 1.683.980,88 Euro entstanden - somit 68.619,12 Euro weniger als geplant. „Von 2016 auf 2017 rechnen wir mit einer Kostensteigerung“, so die Verwaltung: 124.600 Euro an Mehrkosten würden im Wirtschaftsplan 2017 vom DRK angegeben. „Darüber hinaus haben sich Veränderungen in den Personalbesetzungen ergeben und es erfolgte eine Tariferhöhung in Höhe von 2,4 Prozent in 2017.“ Der Einkauf von Personaldienstleistungen sei von 24.000 Euro (2015) auf 70.000 Euro (2016) gestiegen. „Dies ist auf einen erhöhten Krankheitsstand sowie die Nichtbesetzung von Stellen durch fehlendes Fachpersonal zurück zu führen“, so die Vorlage. „Im Gegenzug haben sich die Personalkosten reduziert. Aktuell sind immer noch Stellen unbesetzt und es wird auf Personal von Zeitarbeitsfirmen zurückgegriffen.“
Bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen würde es voraussichtlich laut dem Fachbereich Bauen 2017 zu einer Erhöhung im Bereich der Unterhaltungsmaßnahmen in Höhe von 10.000 Euro kommen.
Bei den Benutzungsgebühren werde für 2017 gegenüber 2016 von geringeren Einnahmen ausgegangen. „Die Planung ist sehr schwierig, da zur Haushaltsplanung nicht bekannt ist, wie die Auslastung zu Beginn des Kindergartenjahres sein wird und welche Gebühren Eltern zu zahlen haben“, so die Verwaltung.

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