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Selfie mit der Generalsekretärin

So viel Zeit muss sein. Bevor SPD-Generalsekretärin Katarina Barley den Neujahrsempfang der Kreis-SPD in Hanstedt eröffnete, rief sie Europa-Abgeordneten Bernd Lange (v. li.), Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler, Tobias Handtke (Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion) und Thomas Grambow (Vorsitzender des SPD-Unterbezirks) zu einem Selfie zusammen
 
Thomas Grambow (Vorsitzender des SPD-Unterbezirks, re.) begrüßte zum Neujahrsempfang in Hanstedt (v. li.): Tobias Handtke (Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion), Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler, Generalsekretärin Katarina Barley und den Europa-Abgeordneten Bernd Lange

„Wir sind alle gefordert!“ - SPD-Generalsekretärin Katarina Barley schwört Landkreis-Genossen auf den Bundestagswahlkampf ein.

mum. Hanstedt. „Es wird auf jeden einzelnen von uns ankommen“, sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley am Sonntagvormittag anlässlich des Neujahrsempfangs der Kreis-SPD vor etwa 200 Gästen im „Alten Geidenhof“ in Hanstedt. „Jeder unserer 430.000 SPD-Mitglieder muss sich in seinem Umfeld für unsere Werte einsetzen.“ Die extra aus Trier angereiste Politikerin schwor die Genossen auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf ein.
Barley versuchte in ihrer leidenschaftlichen Rede zu erklären, wie es Populisten in Europa im Allgemeinen und in Deutschland konkret gelingt, Bürger auf ihre Seite zu ziehen. „Schauen Sie sich doch die AfD-Wähler an“, sagte die Generalsekretärin. „Das sind vorwiegend ältere Männer, die sich eine Zeit zurückwünschen, die längst Geschichte ist.“ Die hätten doch schon ein Problem mit der Emanzipation und wünschten sich das alte Familienbild zurück. Barley räumte ein: „Vieles ändert sich schnell. Man kann den Eindruck bekommen, dass der Boden, auf dem wir stehen, schwingt. Das erschreckt vor allem die älteren Menschen.“ In ihrer Rede machte die Generalsekretärin deutlich, in welchem Zwiespalt man in Deutschland stecke. „90 Prozent der Menschen sind aktuellen Umfragen zufolge zufrieden mit ihrem Leben. Aber viele von diesen Leuten haben Angst, dass es nicht so bleibt. Und genau auf diese Gruppe haben es Populisten mit perfiden Argumenten abgesehen.“
Barley ist der Überzeugung, dass sich die jungen Menschen viel besser auf neue Situationen einstellen können. „Für meine Kinder ist es selbstverständlich, dass sie nicht in dem Unternehmen, in dem sie ins Berufsleben starten, auch in Rente gehen werden. Teilzeit, Selbstständigkeit, Arbeitslosigkeit - es ist heute selbstverständlich, verschiedene Berufsphasen zu erleben.“
Barley schloss mit einer Warnung: „Ging es der Sozialdemokratie in Deutschland schlecht, dann stand es auch um die Demokratie schlecht. Das sollte für uns alle Ansporn sein.“
• Thomas Grambow, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks, lenkte in seiner Rede den Fokus auf den Landkreis Harburg: „Die Bürger benötigen tatsächliche Lösungen und verlässliche Entscheidungen.“ Konkret nannte Grambow zwei aktuelle Themen. Er sprach sich für die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft aus. „Der Bedarf an Wohnungen ist zweifelsfrei gegeben. Die Mieten steigen und die Menschen haben Angst - speziell im Alter - sich hier Wohnraum nicht mehr leisten zu können.“ Außerdem thematisierte Grambow die Verkehrssituation. „Statt darüber zu diskutieren, wie wir den Pendlern den Weg nach Hamburg erleichtern, sollten wir Arbeitsplätze im Landkreis Harburg schaffen.“
• Tobias Handtke, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, unterstrich in seiner Rede, worauf es aus seiner Sicht wirklich ankommt. „Wir müssen zu einer einfachen Sprache zurückfinden, die jeder versteht“, sagt Handtke. Er habe manchmal den Eindruck, einige Politiker würden nur kompliziert ausdrücken, was sie selbst nicht verstanden haben. „Ich glaube, es ist dann einfach ehrlicher einzugestehen, dass man keine Antwort hat.“
• Für Imke Winzer, der Geschäftsführerin der „Zukunftswerkstatt“ in Buchholz, hatte SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler eine besondere Überraschung. Stadler hatte sich dafür eingesetzt, dass die Sammlung anlässlich des Empfangs dem außerschulischen Lernstandort zugute kommt - zuletzt waren dies stets bis zu 1.000 Euro.