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„Siegel im Börnmuda-Dreieck“ - Der Wahlkampf beginnt: „UWG Jes!“-Chef Hansjörg Siede nimmt Siegel, Börner und Gläser ins Visier

Kritisiert die etablierten Parteien: „UWG Jes!“-Chef Hansjörg Siede
mum. Jesteburg. Die Kommunalwahlen in Niedersachsen finden eigentlich erst im September 2016 statt. Doch schon jetzt beginnt der Wahlkampf - und dank der neuen Partei „Unabhängige Wählergemeinschaft Jesteburg“, kurz „UWG Jes!“, dürfte dieser in dem kleinen Heidedorf sehr unterhaltsam werden. Parteichef Hansjörg Siede weiß sich mit wortgewandten Kontern gegen die etablierten Parteien zu wehren. Und ist sich dabei auch für das eine oder andere markige Zitat nicht zu schade. Jetzt bekam Reimer Siegel sein Fett weg. Der Polit-Dino findet „es ungeheuerlich, wenn Herr Siede behauptet, dass Politik in Jesteburg überwiegend in nichtöffentlichen Sitzungen des Verwaltungsausschusses gemacht wird“.
Im WOCHENBLATT-Gespräch sagte Siede nun: „Solch eine Reaktion haben wir erwartet. Es passt, dass ausgerechnet Herr Siegel vorgeschickt wird. War es doch der einst streitbare 76-Jährige, der zu Jahresbeginn unter Mitnahme seines Mandats die FDP verließ und sich den Christdemokraten anschloss“, so Siede. „Seinerzeit mit der sonderbaren Begründung, dass er nicht akzeptieren könne, dass die FDP mit Philipp- Alexander Wagner einen eigenen Kandidaten für die Samtgemeinde-Bürgermeisterwahl aufgestellt habe.“ Alle anderen Parteien unterstützten damals ausnahmslos Amtsinhaber Hans-Heinrich Höper. Ohne das kurzfristige Engagement Wagners hätte es zu Höper keinen Gegenkandidaten gegeben.
„Genau das ist Klüngelei“, so Siede. „Alle wollen dasselbe. Kritiker werden eingefangen.“ Demokratie könne nur bei einem Angebot von verschiedenen Möglichkeiten funktionieren. „Wir Jesteburger sind mündig genug, zwischen verschiedenen Kandidaten einen geeigneten auszuwählen.“
Siede bedauert, dass Reimer Siegel, „der ja einst durchaus mit kritischen Anmerkungen aufgefallen war, sich nun ausgerechnet denen angeschlossen hat, die er zuvor zu Recht kritisiert hat“. Siede weiter: „In Jesteburg existiert offenbar ein ‚Börnmuda-Dreieck‘ bestehend aus Hans-Jürgen Börner (SPD), Karlheinz Gläser (Grüne) und den Granden der CDU, „in deren Mitte nun auch Reimer Siegel verschollen ist.“ Alles, was an guten Planungen, interessanten Ideen und kritischen Gedanken in Jesteburg entstehe, werde darin aufgesogen und verschwinde.
Als Beispiel nennt Siede die Abwahl von Cornelia Ziegert als Fraktionsvorsitzende der SPD und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur (WTK). Siede: „Wie erklärte Börner anlässlich ihrer Abwahl aus dem WTK: ‚Es ist wichtig, dass sich die Politiker aller Parteien einig sind‘. Einem solchen Politik-Verständnis will sich die UWG-Jes! entgegenstellen.“ Für Siede sei Ziegert die letzte kritische Stimme im Gemeinderat gewesen.
Die Motivation des Parteichefs kommt offenbar an: Seit der Gründung vor einigen Wochen habe sich die Mitgliederzahl bereits verdoppelt.

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