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Skater-Anlage für 350.000 Euro?

„Jugend aktiv“ muss weitere Konzepte vorlegen / VfL Jesteburg bekommt 7.000 Euro für Jugendarbeit.

mum. Jesteburg. Es gibt immer eine Steigerung - vor allem dann, wenn in Jesteburg Zuschüsse verteilt werden sollen. Vor einigen Wochen baten sieben Vereine um 31.300 Euro im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur (das WOCHENBLATT berichtete). Ausgezahlt wurden schließlich 25.000 Euro - Nachschläge sind allerdings möglich. Im Vergleich zu den Summen, die jetzt im Ausschuss für Jugend, Senioren, Sport und Soziales beantragt wurden, ist das allerdings nur Kleingeld. Fast 400.000 Euro standen zur Diskussion.
• Den größten Wunschzettel hatte der Verein „Jugend aktiv“. Nahe des neuen Jugendzentrums bei der Oberschule soll eine Skater-Anlage entstehen. Wie wichtig den Jugendlichen selbst das Projekt ist, hatten sie beeindruckend demonstriert. In gut besuchten Arbeitsgruppen wurden Skizzen erstellt, die zu zwei Varianten führten. Variante „A“ (Fläche zwischen Heizkraftwerk und Fußballkäfig, etwa 300 Quadratmeter, zwei Anlaufelemente und in der Mitte eine Funbox) würde 115.668 Euro kosten. Variante „B“ (Fläche zwischen Heizkraftwerk und Fußballkäfig zuzüglich einem Teil des Freibads, etwa 1.100 Quadratmeter, zusätzlich zu den zwei Anlaufelementen und der Funbox wäre die Anlage erweiterbar mit einem Pool, einer Halfpipe und weiteren Curb- und Grindelementen) schlägt mit 356.286 Euro zu Buche.
2010 musste die alte Halfpipe vor dem alten Jugendhaus demontiert werden. Der beliebte Treffpunkt war schlicht in die Jahre gekommen. „Seitdem vermissen die Kinder und Jugendlichen eine Möglichkeit, diesen Sport in Jesteburg auszuüben“, sagt Anne Dietrich von „Jugend aktiv“. Zurzeit würden die Kinder und Jugendlichen nach Buchholz, Hanstedt, Maschen und nach Harburg fahren. „Auch wenn die Kosten abschrecken, wäre eine Skater-Anlage eine echte Bereicherung für die an Kindern wachsende Gemeinde“, so Dietrich. Fast 20.000 Euro könnte der Verein selbst aufbringen. Doch angesichts des Etats musste der Ausschuss auf die Bremse drücken. Jesteburg möchte höchstens 60.000 Euro ausgeben. Auf dieser Grundlage sollen weitere Alternativen geprüft werden.
• Alternative Angebote muss sich auch der Waldkindergarten suchen. 19.000 Euro für einen neuen Bauwagen waren nicht drin.
• Grünes Licht gab es für folgende Vereine:
• VfL Jesteburg: 3.850 Euro für Sportplatzsanierung und 7.000 Euro (statt 7.500 Euro) für Jugendarbeit
• „Jugend aktiv“: 2.000 Euro für das „Atelier Vielfalt“; für ein Theaterprojekt wurden 2.000 Euro als Ausfallbürgschaft eingestellt (2018)
• Seniorenbeirat: 300 Euro als Reisekostenzuschuss
• Sozialverband: 1.000 Euro als allgemeiner Zuschuss