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Wer baut Jesteburgs neues Ärztezentrum?

Investor Steffen Lücking
 
Architekt Axel Brauer

Showdown im „Heimathaus“! Am Mittwoch, 14. Januar, geht es für Steffen Lücking auf der einen Seite und Architekt Axel Brauer sowie Ole Bernatzki (Inhaber des Ambulanten Hauspflege Dienstes - AHD) auf der anderen Seite ums Ganze. Die beiden Investoren-Gruppen wollen die verbleibende Clement-Fläche im Jesteburger Ortszentrum kaufen, um dort jeweils ein Ärztezentrum zu bauen. Der Gemeinderat entscheidet ab 19 Uhr, wer das zurzeit wohl attraktivste Grundstück Jesteburgs bekommt. Zuletzt hatten die Investoren ihre Kaufangebote jeweils erhöht - auf inzwischen 650.000 Euro.

mum. Jesteburg. Welcher Investor wird das Rennen um das wohl wertvollste Grundstück in Jesteburg machen? Mit dieser Frage wird sich der Gemeinderat am heutigen Mittwoch, 14. Januar, ab 19 Uhr im „Heimathaus“ (Niedersachsenplatz) beschäftigen. Wie berichtet, hat Steffen Lücking die Pläne für ein Gesundheitszentrum auf dem ehemaligen Clement-Areal während der nicht-öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses Ende vorigen Jahres vorgestellt. Er tritt damit gegen das bereits seit gut einem halben Jahr bekannte Konzept von Architekt Axel Brauer und Ole Bernatzki (Inhaber des Ambulanten Hauspflege Dienstes - AHD) ein.
Das WOCHENBLATT stellt beide Konzepte nochmals vor:

• Steffen Lücking arbeitet mit dem Buchholzer Architekten Johannes Tipke zusammen. Dieser gilt als „erfahrener Hase“, der vom Einfamilienhaus bis zum Einkaufszentrum schon alles gebaut hat.
Im Erdgeschoss sollen Arztpraxen, eine Apotheke, Räumlichkeiten für einen Pflegedienst und kleine Geschäfte entstehen. Die Nutzung des Obergeschosses sei variabel. „Möglich sind auch hier Arztpraxen“, so Lücking. Auch Büros seien vorstellbar. „Zurzeit plane ich mit acht barrierefreien Wohnungen.“ Im Staffelgeschoss könnten nochmals sechs Wohnungen entstehen. „Ich bin nicht auf ein Ärztezentrum festgelegt“, sagt Lücking. „Ich kann mir ebenso eine andere Nutzung vorstellen wie etwa Räume für Ergotherapeuten, Krankengymnasten oder ein Fitness-Studio.“
Lückings Konzept sieht zwei Gebäudeteile (in U-Form) vor, die mit einem Durchgang verbunden sind, der fürausreichend Helligkeit sorgt. Besonders gelungen findet Lücking die Verbindung zwischen Kunsthaus und neuem Gesundheitszentrum. „Zwischen dem Kunsthaus, der geplanten Gastronomie im ehemaligen Clement-Haus sowie meinem Gebäude wird eine Fußgängerachse geschaffen“, so Lücking. „Sie führt in den Haupteingangsbereich des geplanten Gebäudes.“

• „Wir möchten ein Ärzte- und Gesundheitszentrum bauen“, sagt Ole Bernatzki. Gemeinsam mit Axel Brauer rechnet er mit einer Investitionssumme in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Platz sei in dem Gebäude unter anderem für drei Allgemeinmediziner in einer Gemeinschaftspraxis sowie Fachärzte. Im Untergeschoss soll eine Apotheke und das neue Büro des Pflegedienstes „AHD“ einziehen. Die straßenseitige Fassade hat laut ersten Plänen eine Gesamtlänge von etwa 48 Metern. Diese wird von 8,35 Meter breiten Giebeln unterbrochen. Das gesamte Objekt könnte nach ersten Planungen von Architekt Brauer eine Wohn- und Nutzfläche von 2.800 Quadratmetern haben. Im hinteren überbauten Bereich sind etwa 19 Parkplätze für Mieter untergebracht; weitere 30 Stellplätze sollen im Südwesten entstehen. Im Obergeschoss sei eine Bruttogrundfläche von etwa 920 Quadratmetern geplant. „Dort sind Wohnungen vorgesehen“, so der Architekt. Aber auch eine gewerbliche Nutzung sei nicht ausgeschlossen. Das Dachgeschoss habe eine derzeitige Grundfläche von etwa 824 Quadratmetern. „Auch dort soll Wohnraum entstehen“, so Brauer. Insgesamt geht er von acht Wohnungen aus.

• Wie berichtet, hatte Lücking der Gemeinde ein Kaufangebot in Höhe von 600.000 Euro unterbreitet. Brauer und Bernatzki erhöhren daraufhin ihr ursprüngliches Gebot deutlich auf 620.000 Euro. Jetzt hat Lücking noch einmal nachgelegt. Er ist bereit, 650.0000 Euro zu investieren. Beide Investoren haben eigenen Angaben zufolge ihr jeweiliges Finanzierungskonzept abgegeben. Wer wird nun das Rennen machen?

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