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"Wir haben die Tourismus-Kooperation nicht abgelehnt!"

Jesteburgs Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper spricht sich für Tourismus-Kooperation aus - allerdings nicht um jeden Preis.

mum. Jesteburg. „Wir haben eine Kooperation mit den Nachbarsamtgemeinden Hanstedt und Salzhausen nicht abgelehnt“, sagt Jesteburgs Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Heinrich Höper. Und antwortet damit auf der Homepage der Gemeinde Jesteburg auf einen Bericht im WOCHENBLATT. Unter der Überschrift „Jesteburg hat keine Lust auf Kooperation mit Hanstedt und Salzhausen“ berichtete unsere Zeitung, dass die Mitglieder des Wirtschafts- und Tourismusausschusses gegen die Idee stimmten, direkt am Wildpark Lüneburger Heide eine gemeinsame Tourist-Info einzurichten. Der Tenor: In Salzhausen sind die Reiter zu Hause, nach Hanstedt-Nindorf gehen Familien in den Wildpark. Jesteburg steht für Kunst und Kultur.
„Unstrittig ist, dass der Tourismus in unserem Bereich professionalisiert werden muss“, so Höper. Unstrittig sei auch, dass die touristischen Einrichtungen im Raum eng zusammenarbeiten müssen. Dabei müsse aber zwischen Arbeiten im so genannten Backoffice und im Frontoffice unterschieden werden. „In einer zentralen Tourist-Info am Wildpark geht es im Bereich Backoffice darum, dass gemeinsame Angebote entwickelt, die touristischen Leistungsträger beraten und Anfragen bearbeitet werden“, so Höper. Aufgrund der Besucherströme am Wildpark sei dort im Bereich Frontoffice eine Beratung vorgesehen.
Die Kosten für diese zentrale Tourist-Info wurden von einem Büro mit zunächst 70.000 Euro pro Jahr und Samtgemeinde berechnet. Aus den Unterlagen sei laut Höper zu entnehmen, dass nach zwei Jahren ein eigener Geschäftsführer eingesetzt werden muss. In den ersten zwei Jahren soll diese Aufgabe von dem Kreiskoordinator, der als Bindeglied zur Lüneburger Heide GmbH fungiert, wahrgenommen werden. Damit würden nach zwei Jahren weitere 20.000 Euro auf jede Samtgemeinde zukommen. „Weiterhin waren bisher die Kosten für den Bau einer zentralen Tourist-Info, beziehungsweise die Höhe einer Anmietung nicht geklärt“, so der Jesteburger Verwaltungschef. Diese Kosten müssten auch noch in die Kalkulation aufgenommen werden. „Bei einer Bindung von mindestens zehn Jahren sei von einem Volumen in Höhe von etwa einer Million Euro je Samtgemeinde auszugehen. „Bei einer solchen Summe muss hinterfragt werden, ob eine zentrale Tourist-Info noch den heutigen Anforderungen im Tourismus entspricht“, so Höper.
Die Touristiker würden heute davon reden, dass die Anfragen und die Beratung über das Internet immer weiter zunehme. Darüber hinaus benötige der Gast direkt vor Ort eine Anlaufstelle, wo er alltägliche Fragen loswerden kann. „Deshalb hat der Ausschuss einerseits gesagt, dass man sich gegen eine zentrale Tourist-Info am Wildpark ausspricht. Der Ausschuss hat aber weiterhin den Beschluss gefasst, die Gespräche mit den Nachbargemeinden und der Lüneburger Heide GmbH fortzusetzen“, so Höper.

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