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„Wir haben in die Zukunft investiert!“ - Bürgermeister Udo Heitmann nimmt Stellung

Nimmt Stellung zur WOCHENBLATT-Berichterstattung: Bürgermeister Udo Heitmann
mum. Jesteburg. Bürgermeister Udo Heitmann (SPD) ist verärgert über die WOCHENBLATT-Berichterstattung zum Thema Steuererhöhung. Seine Kritik und Rechtfertigung - gekürzt - im Wortlaut:
„Das WOCHENBLATT vergleicht sämtliche Investitionsmaßnahmen der letzten Jahre mit den Auswirkungen der Kreisumlagen-Erhöhung, die unseren Haushalt mit mindestens 180.000 Euro pro Jahr mehr belasten wird und assoziiert damit gleichzeitig, dass die daraus resultierenden Auswirkungen unsere Bürger nicht belastet hätten, wenn die Gemeinde ihr Sparbuch gehütet hätte. Eine Gemeinde, die ihre erwirtschafteten Spargroschen - womöglich kaum zinsbringend - für eine etwaige Verschlechterung der generellen Einnahme- und Ausgabesituation zurückhält, um davon eventuell drohende Defizite des laufenden Haushaltes zu decken, mag zwar kurzfristig handlungsfähiger als andere bleiben. Sie hätte ihren Bürgern langfristig aber einen Bärendienst erwiesen, indem sie es selbst in guten Zeiten versäumt hätte, gezielt in die Zukunft zu investieren.
Dass eine Gemeinde es sogar in schlechteren Zeiten, in denen viele andere Kommunen zeitgleich in eine finanzielle Schieflage gerieten, geschafft hat, in langfristig wirkende Projekte zu investieren, mag sicherlich bei dem einen oder anderen den Neidfaktor auslösen.
Hätten wir einen Teil unserer Rücklagen nicht investiert, wäre dieses Geld angesichts der momentanen Situation in kürzester Zeit von den laufenden Haushalten aufgefressen worden.“

Kommentar

Synonym für das Abendland
Kritik schmeckt niemandem. Das ist verständlich. Vor allem dann, wenn ehrenamtliches Engagement unter Beschuss gerät. Die WOCHENBLATT-Berichterstattung zum Thema Steuererhöhung war so gar nicht nach dem Geschmack von Bürgermeister Udo Heitmann „Dass das WOCHENBLATT Jesteburg immer gern als Synonym für den Untergang des Abendlandes stilisiert, müssen gute, die Pressefreiheit verteidigende Demokraten natürlich ertragen“, so Heitmann. Vor dem Hintergrund der Pegida-Demonstrationen in Dresden ist der Bürgermeister hier allerdings deutlich bei seiner Wortwahl über das Ziel hinausgeschossen. Heitmann sollte wissen, dass das WOCHENBLATT vom Kurs nicht abweicht und weiterhin den Finger in den Wunde legt. Dazu gehört es auch, Fakten zu nennen, die dem Bürgermeister offensichtlich entfallen sind. Zum Beispiel, dass die oft kritisierten Investitionen (Kunst- und Dorfgemeinschaftshaus) die Gemeindekasse zusätzlich zum Kaufpreis belasten. Jesteburg trägt die Nebenkosten.
Sascha Mummenhoff

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