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Zieht der Bauhof in die Wache?

Bislang sind Feuerwehr (re.) und Bauhof (li.) Nachbarn. Die Verwaltung schlägt vor, dass der Bauhof in das alte Gerätehaus zieht

Jesteburger Verwaltung regt neue Nutzung des alten Gerätehauses an der Schützenstraße an.

mum. Jesteburg. 3,85 Millionen Euro investiert die Samtgemeinde Jesteburg in das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Das ist die größte Investition seit Bestehen der Samtgemeinde und - das wird die Kameraden freuen - das neue Domizil soll bereits im Sommer eingeweiht werden. Damit stellt sich die Frage, was aus dem alten Gerätehaus an der Schützenstraße werden soll. Die Mitglieder des Samtgemeinde-Bauausschusses haben das Thema auf der Agenda ihrer Sitzung am Donnerstag, 12. Januar, ab 19 Uhr in der Begegnungsstätte am Sandbarg.
Aus dem Rathaus gibt es einen konkreten Wunsch: „Aus Sicht der Verwaltung ist eine Verbesserung der räumlichen Situation für den Bauhof der Gemeinde Jesteburg dringend erforderlich“, heißt es in der Vorlage. Derzeit gebe es auf dem Bauhof - er befindet sich in unmittelbarer Nähe der alten Wache - keinen Umkleideraum. Die Spinde befänden sich auf dem Flur, wo sich die Mitarbeiter auch umziehen müssen. Zudem würden sanitäre Einrichtungen für Mitarbeiterinnen fehlen. Der Sozialraum sei für die derzeitige Mitarbeiterzahl (neun Personen) zu klein. Probleme gibt es auch bei den Fahrzeugen. Diese könnten zwar unter normalen Umständen in den Garagen und Remisen untergebracht werden. „Das trifft jedoch nicht für die Winterdienstausrüstung des Lkw zu“, heißt es in der Vorlage. „Weil die Durchfahrtsbreite des Tores und die Länge des Standplatzes nicht ausreicht, muss der Lkw bei angekündigtem Schneefall bereits am Abend einsatzbereit abgestellt werden. Das Anbringen des Schneepfluges in der Nacht ist sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Anwohner unzumutbar.“ Bessere Bedingungen bietet laut Vorlage das alte Feuerwehrhaus, wo die Stellfläche und die Durchfahrtsbreite des Tores ausreichend bemessen seien. Dort könnten alle sechs Fahrzeuge des Bauhofes untergebracht werden. „Sie wären dann sofort einsatzfähig.“
Umkleideräume könnten im Erdgeschoss entstehen. Sanitärräume wären - getrennt nach Geschlecht - ebenfalls im Erdgeschoss ausreichend vorhanden. Der heutige Mannschaftsraum mit Küche im Obergeschoss könnte - so der Verwaltungsvorschlag - gemeinsam mit dem DRK genutzt werden. Die beiden Garagen neben dem Feuerwehrhaus stünden den DRK-Mitgliedern zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil sei, dass Verkehrszeichen, Absperrmaterial und vor allem Streumaterial trocken gelagert werden können. „Derzeit stehen viele Gegenstände unter den Remisen mit der Folge, dass sie durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen werden.“
Formal müsste das alte Feuerwehrhaus von der Samtgemeinde an die Gemeinde vermietet werden. „Da der Erbbaurechtsvertrag für das Turniergelände 2020 ausläuft und der Eigentümer dem Reitverein signalisiert hat, das Erbbaurecht nicht zu verlängern, ist in den nächsten Jahren über die weitere Nutzung des dortigen Gebietes einschließlich des Bauhofs- und Feuerwehrgeländes ohnehin neu zu entscheiden“, steht in der Vorlage. Bei einem Verkauf habe das Gebäude einen Wert von 380.000 Euro.