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Auf den Winter vorbereitet

Der Landkreis Harburg ist auf den Winterdienst vorbereitet (v. li.): Dirk Möller (Leiter Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg), Uwe Karsten (Leiter Betrieb Kreisstraßen), Straßenwärter Torsten Holdmann, Kreisrätin Monika Scherf und Jochen Brück (Leiter Betriebsgemeinschaft Straßendienst) (Foto: Landkreis Harburg)

Betriebsgemeinschaft Straßendienst sorgt von Hittfeld aus für sichere Straßen bei Eis und Schnee.


(mum). Die ersten leichten Nachtfröste sind bereits aufgetreten und so mancher Autofahrer musste die Scheiben seines Fahrzeugs bereits von Eis befreien. Der Winter hält langsam Einzug: In den kommenden Monaten müssen sich Autofahrer im Landkreis Harburg verstärkt auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen. Um ihnen auch bei Eis und Schnee sichere Straßen bieten zu können, haben sich die 45 Mitarbeiter und drei Auszubildende der „Betriebsgemeinschaft Straßendienst im Landkreis Harburg“ (BGS-Harburg) in Hittfeld gut vorbereit. In der BGS arbeiten das Land Niedersachsen und der Landkreis Harburg seit 2006 zusammen, um für möglichst optimale Straßenverhältnisse im Kreis zu sorgen.
„Auch wenn es derzeit noch nicht danach aussieht: Wir müssen immer auf einen strengen Winter gefasst sein und haben alles dafür getan, um auch dann sichere Straßen zu gewährleisten“, sagte Kreisrätin Monika Scherf bei ihrem Besuch am Winterdienststützpunkt der BGS an der Autobahnanschlussstelle Winsen-Ost. Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereiches Lüneburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, ergänzt: „Unsere Salzlager sind gefüllt.“
Die BGS hat ihre Winterdienstpläne aufgestellt. 14 Räum- und Streufahrzeuge sind einsatzbereit. Drei kleinere Fahrzeuge stehen für den Winterdienst auf Radwegen zur Verfügung. 37 Straßenwärter sowie die Fahrer der unter Vertrag stehenden Fremdunternehmer wurden speziell für den Winterdienst geschult. Bei Eis und Schnee sorgen sie bis zum Einsetzen des morgendlichen Berufs- und Schulbusverkehrs für sichere Straßenverhältnisse.
Dazu müssen insgesamt 71 Kilometer Bundes-, 173 Kilometer Landes- und 424 Kilometer Kreisstraßen sowie rund 400 Kilometer Radwege von Schnee und Eis befreit werden. Die Geh- und Radwege außerhalb der Ortschaften, auf denen Schülerverkehr stattfindet sowie zu den Pendlerbahnhöfen, werden vorrangig betreut. Der Winterdienst folgt einem festgelegten Routenplan. Damit es selbst bei extremem Winterwetter nicht zu Streusalz-Engpässen kommt, hat der Landkreis rund 700 Tonnen Salz in einer großen Halle in Hittfeld eingelagert. Weitere rund 600 Tonnen stehen in drei im Landkreis verteilten Silos zur Verfügung. Außerdem stehen rund 130.000 Liter Sole bereit.
Für ihre Einsatzplanung nutzt der BGS-Winterdienst das Straßenzustands- und Wetterinformationssystem des Deutschen Wetterdienstes. Sobald mit glatten Straßen zu rechnen ist, führt die BGS täglich ab 1 Uhr früh Glättekontrollen auf genau festgelegten Routen durch. Wenn der Kontrolleur Glätte feststellt, alarmiert er sofort die Winterdienstbereitschaft. 45 bis 60 Minuten später beginnt der Einsatz. „Eng wird es, wenn die Glätte erst in den Morgenstunden einsetzt, da wir dann nicht alle Strecken gleichzeitig streuen können“, erläutert Jochen Brück, Leiter der BGS. „Bei solchen Wetterverhältnissen und vor allem nachts sollten alle Verkehrsteilnehmer unbedingt sehr vorsichtig und mit einer den Witterungsbedingungen angepassten Geschwindigkeit fahren.“ Von 6 bis 22 Uhr wird die Befahrbarkeit der Straßen bei Schneefall, Reif- oder Eisglätte in der Regel sichergestellt. Je nach Wetter streut der Winterdienst auch vorbeugend, um Glättebildung zu verhindern. Dann kommt Feuchtsalz zum Einsatz, das besser auf der Straße haftet als trockenes und das Eis zudem schneller auftaut. Zum Wohle der Umwelt werden so 30 Prozent weniger Salz verbraucht.