Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Die Schrecken des Ersten Weltkrieges: Ausstellung im Bossard-Tempel

Den "Soldat mit Stahlhelm" zeichnete Johann Bossard im Jahr 1916 (Foto: oh)
mum. Jesteburg-Lüllau. Der Beginn des Ersten Weltkriegs gilt als historische Zäsur des 20. Jahrhunderts. Millionen Menschen verloren in den Jahren 1914 bis 1918 ihr Leben. 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Aus diesem Anlass zeigt die Kunststätte Bossard (Bossardweg 95) vom 1. August bis zum 26. Oktober eine Sonderausstellung, die sich erstmals mit Leben und Werk des Künstlers Johann Michael Bossard zwischen 1914 und 1923 beschäftigt. Sie steht unter dem Motto "Johann Bossard und der Erste Weltkrieg".
Wie viele Künstler und auch Schriftsteller seiner Zeit begeisterte sich Bossard (1874-1950) zunächst für den Krieg als nationale Aufgabe. Briefe und Taschenbuchnotizen zeigen, wie sehr er anfangs von der allgemein herrschenden Kriegseuphorie erfasst worden war. Bossard meldete sich freiwillig und ging 1916 an die Westfront.
Johann Bossard schuf Zeichnungen von Soldaten und Verwundeten, aber auch Werke mit expressionistischer und kubistischer Formensprache. Seine künstlerische Annäherung an die Schrecken des Krieges zeugt von seinem Ringen um eine geeignete Bildsprache für das Grauen der Schlachtfelder - sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Nach Kriegsende wendete sich Bossard auch der Bildhauerei wieder zu und verarbeitete das Erlebte in Kriegerdenkmälern.
• Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr; der Eintritt kostet sieben Euro; ermäßigt 3,50 Euro (Besucher unter 18 Jahren sind frei).
• Weitere Infos im Internet unter www.bossard.de.