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Dubai: Träume, die in den Himmel wachsen

Dubais Wahrzeichen: Das Burj Khalifa ist mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt
 
Blick vom Burj Khalifa
 
Das "Al Dawaar" im Hyatt Regency bietet abends einen spektakulären Blick auf das nächtliche Dubai - und zusätzlich eine Top-Büfett

Einfach spektakulär! Für viele Touristen ist Dubai derzeit ein absoluter Hotspot. Strand, Sonne und jede Menge Superlative sorgen für Unterhaltung. WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff verrät, wo Familien am Strand am besten ausspannen können und von welchem Restaurant der Blick auf die beeindruckende Skyline am schönsten ist.

(mum). "Nach Dubai? Das eine Mal hat gereicht." Diesen Satz hörte ich vor Reisebeginn häufig. Nach abwechslungsreichen eineinhalb Wochen in dem Emirat am Persischen Golf kann ich diese Kritik nicht teilen. Aber: Dubai ist speziell. Man muss sich auf ein Land der Superlative einlassen, Lust auf Spektakel haben - und wer wirklich alle Sehenswürdigkeiten erleben möchte, muss Zeit und Geld mitbringen. Dubai gibt es nicht zum Schnäppchenpreis. Doch gerade die Vielfalt an Attraktionen macht es zu einem Ziel, das auch für Familien geeignet ist.
Das Emirat, das sich mit mehr als 15 Millionen Touristen im Jahr bei nur zwei Millionen Einwohnern (davon sind 90 Prozent Ausländer) aufmacht, eines der Top-Ziele in der Welt zu werden, bietet für jeden Geschmack etwas: moderne Einkaufszentren, traumhafte Strände, Nachtleben, Wüsten-Touren und Wasser-Parks. Und obwohl die Wüsten-Stadt schon jetzt eine fantastische Infrastruktur bietet, wächst Dubai weiter. Neue Hotels, weitere Wolkenkratzer, noch spektakulärere Tourismus-Angebote - sogar ganze Stadtteile - werden in den kommenden Jahren entstehen.

Das erste Mal


Wer das erste Mal nach Dubai reist, sollte sich ein Ticket für die "Big Bus"-Tour (www.bigbustours.com) gönnen. Das 48-Stunden-Billet kostet 78 Euro; das Familienticket (zwei Erwachsene und zwei Kinder) gibt es ab 192 Euro. Günstiger wird es, wenn man Tickets online bucht - dann werden 66 Euro, beziehungsweise 166 Euro fällig. Generell empfiehlt es sich, alle Karten vorab online zu kaufen. Das spart Geld und das lange Warten an den Ticketkassen.
Das Bus-Ticket ist kein Schnäppchen - aber die drei Routen führen an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Auf Deutsch gibt es dazu jede Menge Informationen. Ebenfalls positiv ist, dass das Ticket weitere Fahrten - unter anderem eine Wüsten-Sonnenuntergangs-Tour und eine Nacht-Fahrt - beinhaltet. Die Nacht-Fahrt kann sogar nach Ablauf der 48 Stunden angetreten werden. Außerdem inklusive: der Eintritt in das Atlantis-Aquarium und eine Dhau-Kreuzfahrt auf dem Creek. Toller Service: Wasserflaschen sind im Preis inklusive.

Der schönste Strand


Auch das ist typisch Dubai. Der in vielen Reiseführern als schönster Strand angepriesene Jumeirah Beach Park ist seit Wochen für ein Großprojekt gesperrt. Alternativen gibt es jedoch genug. Für Familien besonders gut geeignet ist der Al-Mamzar Beach Park am nordwestlichen Stadtrand an der Grenze zum Nachbar-Emirat Sharjah. Dort stehen gleich mehrere Strandabschnitte zur Verfügung. Je nach Tageszeit eignen sich die kleinen Buchten unterschiedlich zum Baden oder Sonnen. Gegen geringe Gebühr können Badetücher, Sonnenschirme und Liegen ausgeliehen werden. Der Eintritt ist mit knapp einem Euro preiswert.
Aber Achtung: Mittwoch ist Familientag. In Dubai bedeutet dies, dass lediglich Frauen mit Jungen unter sechs Jahre willkommen sind.
Wer es lieber laut und bunt mag, der sollte ans andere Ende Dubais fahren. Hip und angesagt ist der Jumeirah Beach im Stadtteil Dubai Marina. Strandbars, Eisverkäufer und Souvenirstände reihen sich dort aneinander. Bald wird der Blick auf "Palm Jumeirah" noch spektakulärer. Auf einer Landzunge entsteht gerade "Dubai Eye" - mit 210 Metern das höchste Riesenrad der Welt.

Hoch hinaus


Das Burj Khalifa - mit 828 Metern höchstes Gebäude der Welt: Wer hoch hinaus will, sollte sich früh anmelden. Der Ansturm der Touristen ist groß (Tickets gibt es ab 63 Euro, Kinder ab 23 Euro). Schon der "Aufstieg" ist ein Erlebnis: Der Fahrstuhl rast mit einer Geschwindigkeit von zehn Metern pro Sekunde in die Höhe. Nach einer Minute öffnet sich die Tür in der 124. Etage. Mit 442 Metern übertrifft der Aussichtspunkt sogar die Terrasse auf dem Dach des ehemaligen World Trade Centers (415 Meter) in New York - nur dass beim Burj Khalifa in der 124. Etage noch längst nicht Schluss ist. Über 200 Stockwerke hat diese vertikale Stadt.

Einkaufen


Insider sagen, Dubai sollte eigentlich „Do buy“ heißen. Wohl nirgends auf der Welt gibt es so viele Einkaufszentren wie hier. Und jede einzelne Mall bietet eine eigene Superlative. Allen voran die Dubai Mall. Sie ist mit 1.200 Geschäften die zweitgrößte Mall der Welt. Dort findet sich unter anderem ein mehrstöckiges Aquarium. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Emirates Mall. Dort besteht die Möglichkeit, Wintersport auf 22.500 Quadratmetern zu erleben.
Mein Favorit ist die WAFI-Mall, die auch bei Einheimischen beliebt ist. Im Untergeschoss befindet sich ein riesiger arabischer Souk. Dort bieten 150 Läden Kunsthandwerk, Schmuck und Parfüm an.

Essen und Staunen



Zwei Restaurants haben es mir besonders angetan. Nahe der Bur Dubai Abra Station (von dort starten die Wassertaxis; die Fahrt kostet nur 30 Cent) liegt das „Bayt Al Wakeel“. Von der Holzterrasse direkt am Creek genießt man einen traumhaften Blick. Gerade in der Dämmerung wird das Abendessen zu einem Erlebnis. Die Küche bietet libanesisch-orientalische Spezialitäten zu familienfeundlichen Preisen. Wer sich nicht entscheiden kann, sollte sich ein paar Vorspeisen bestellen und als Hauptgericht den Grillteller wählen.
Sehr zu empfehlen, sind die Fruchtsäfte. In Dubai wird Alkohol übrigens nur in Bars und Restaurants ausgeschenkt, die Hotels angeschlossen sind.
Von der Terrasse ist es nur noch ein kurzer Weg in den alten Bur Dubai Souk. Dort preisen Händler traditionelle Souvenirs an. Zu empfehlen ist das „Pashmina House“. Dort werden die beliebten Schalen aus Kaschmir oder Wolle zu fairen Preisen verkauft.
Wer es lieber exklusiver mag, sollte das "Al Dawaar" im Hyatt Regency besuchen. Dort speist man im 25. Stockwerk. Da sich das Restaurant in etwa einer Stunde komplett dreht, hat man einen traumhaften Blick auf Dubai. Dazu gibt es am Abend ein nicht weniger spektakuläres Büfett. Essen und Aussicht haben ihren Preis: Pro Person werden 60 Euro fällig (ohne Getränke).

In die Wüste


Die Wüsten-Touren (etwa 40 Euro pro Person) sind zugegeben recht touristisch konzipiert, machen aber Spaß. Gegen Nachmittag werden die Teilnehmer im Hotel abgeholt. Dann geht es in die Wüste, wo die Möglichkeit besteht, ein paar Quad-Runden zu drehen (gegen Aufpreis). Dann geht es in die Dünen - genau das richtige, für alle, die schon immer einmal 30 Minuten Achterbahn fahren wollten. Gegen 19 Uhr treffen sich mehr als 600 Teilnehmer in einem Wüstencamp, um im Zuge eines Büfetts eine Feuer- und Bauchtanzshow zu erleben.
Zu empfehlen ist folgender Anbieter: "4 Corners Events" (www.4corners-events.com).

Von A nach B



Dank der hervorragenden Straßen ist die Fortbewegung in Dubai problemlos, wenn man einmal von der hohen Verkehrsdichte absieht, die in Spitzenzeiten zu Staus führen kann.
Die Dubai Metro ist eines der modernsten Transportsysteme der Welt, mit fahrerlosen Zügen und klimatisierten Stationen. Die beiden Metro-Linien decken einen großen Teil der Stadt ab. Die rote Linie führt von Rashidiya und dem Dubai Airport durch das Stadtzentrum und entlang der Sheikh Zayed Road. Die grüne Linie verläuft durch die wichtigsten Geschäftsviertel von Dubai in Deira und Bur Dubai. Von der erhöhten Metrotrasse hat man eine wunderbare Aussicht.
Mein Tipp: Lieber Taxi fahren! Taxis sind in Dubai preiswert. Eine Fahrt vom einen Ende der Stadt zum anderen (von Dubai Creek nach Dubai Marina) kostet etwa zwölf Euro. Mit etwas Glück bekommt man einem gesprächigen Chauffeur, der einen viel über Land und Leute erzählen kann.
Die Fahrer, sie stammen in der Regel aus Indien oder Pakistan leben zu sechst in Ein-Zimmer-Appartements (1.000 Euro Miete im Monat). Häufig teilen sich zwei Fahrer ein Taxi und sind jeweils zwölf Stunden im Dienst.

Kleidung


Dubai - das wird schnell deutlich - ist sehr westlich orientiert. Im Gegensatz zu anderen islamischen Ländern ist eine Verschleierung der weiblichen Gäste nicht vorgeschrieben. Dennoch sollten Touristen aus Respekt vor den muslimischen Gastgebern nicht zu freizügig sein. Empfehlenswert ist es, trotz der ganzjährig sommerlichen Temperaturen, immer einen Pullover oder eine Strickjacke mitzunehmen - die Hotels und Shopping-Malls sind dank leistungsstarker Klimaanlagen häufig sehr kühl.

Einreise

Europäer benötigen keine Visa-Anmeldung. Seit den Änderung der Bestimmungen im Dezember 2008 wird ein 30 Tage gültiges "Visa on arrival"-Besuchervisum direkt am Einreiseschalter in den Pass gestempelt.