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Judas‘ Besuch in der Gegenwart - Hartmut Lange spielt in Jesteburg und Buchholz

Schauspieler Hartmut Lange kommt mit seinem Drama nach Jesteburg und Buchholz (Foto: Hartmut Lange)
mum. Jesteburg/Buchholz. Mit dem Monodrama „Judas“ tourt Schauspieler Hartmut Lange (Lübeck) bereits seit gut einem Jahr durch Deutschland. Jetzt macht er auch Station in Jesteburg (Samstag, 11. März, 19.30 Uhr in der St. Martins-Kirche) und in Buchholz (Sonntag, 26. März, 18 Uhr in der St. Paulus-Kirche). Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet der „Ikone des Verrats“ in diesem Stück ein Plenum.
Und darum geht es: Judas erscheint in der Gegenwart, um seine Geschichte zu erzählen, nicht um seinen Namen reinzuwaschen, denn der steht ohnehin unauslöschbar für Verrat. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder der Rechtfertigung? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Wie wäre die folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hätte?
Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede und Eingeständnis. Lot Vekemans lässt Judas über seine Wut, seine Enttäuschung und seine Sehnsüchte reden, ohne die Verantwortlichkeit seines Handelns zu leugnen. In den Dramen geht es immer um existenzielle Themen. Sie gibt Figuren das Wort, die in der Historie immer zu kurz gekommen sind und zeigt sie jenseits einer Wertung in Gut und Böse. Das Drama stellt sie die provokante Frage: „Ist Jesus oder Judas für uns gestorben?“
Der Darsteller Hartmut Lange, 1956 geboren und aufgewachsen in Köln, machte seine Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Von 1981 bis 1986 führte ihn sein erstes Engagement an das Staatstheater Stuttgart. Es folgten Engagements in Tübingen, Konstanz, Magdeburg und Lübeck. Seit 2003 arbeitet Lange freischaffend für Bühne, Film und Fernsehen.
• In Jesteburg ist der Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.